Just Cause - Remmidemmi im Inselparadies

just_cause_46Reif für die Insel? Keine Lust mehr auf Münzmallorca und Konsorten? Im mehr als 1000 Quadratkilometern weitläufigen virtuellen Inselparadies von „Just Cause“ findet der „Ballermann“ seine wörtliche Entsprechung und der Spielspaß feiert sein actiongeladenes Revival. In der Rolle von CIA-Agent Rico Rodriguez geht es an die Aufgabe, ein korruptes Regime zu stürzen – koste es, was es wolle.

<a href="/aspiranten/just-cause/just-cause-remmidemmi-im-inselparadies"><img class="g2image_float_right" src="/galerie/d/3236-6/just_cause_46.jpg?g2_GALLERYSID=02a8788fdc754490fd8915018d9f2f9d" alt="just_cause_46" title="just_cause_46" width="175" height="140" /></a>Reif für die Insel? Keine Lust mehr auf Münzmallorca und Konsorten? Im mehr als 1000 Quadratkilometern weitläufigen virtuellen Inselparadies von „Just Cause“ findet der „Ballermann“ seine wörtliche Entsprechung und der Spielspaß feiert sein actiongeladenes Revival. In der Rolle von CIA-Agent Rico Rodriguez geht es an die Aufgabe, ein korruptes Regime zu stürzen – koste es, was es wolle.

just_cause_69Inseldiktator Salvador Mendoza gibt sich allergrößte Mühe, es sich mit seinem Volk zu verscherzen. Mit harter Hand unterdrückt Mendoza die Meinungsfreiheit, ballert mit seiner Armee revolutionäre Kräfte von der Bildfläche und schraubt an seinem Atomwaffenprogramm. Klar, dass den Vereinigten Staaten der Dikator der Insellandschaft San Esperito ein Dorn im Auge ist. Klar auch, dass sich jemand der Sache annehmen muss, der fit in der Stürzung korrupter Regimes ist. Dieser jemand, das ist CIA-Agent Rico Rodriguez. Er wird nach San Esperito entsandt, um revolutionären Kräften den Weg freizumachen und Salvador Mendoza in die ewigen Jagdgründe zu befördern – viva la revolución!

Von Wolkenschicht zu Wolkenschicht

just_cause_01Gleich zu Beginn des Spiels geht „Just Cause“ in die Vollen und entfaltet seinen ganz eigenen Charme. Rico Rodriguez springt aus einem Flugzeug hoch über dem Zielgebiet. Kurz darauf übernehmen wir die Kontrolle über den CIA Mann, kämpfen uns von Wolkenschicht zu Wolkenschicht, genießen die Landschaft des Inselparadieses, bis wir schließlich die Notbremse ziehen. Der Fallschirm geht auf, die Sinkgeschwindigkeit verringert sich auf wenige Meter die Sekunde und wir trudeln am Zielpunkt ein. Dort angekommen, rundet erst einmal eine satte Schießerei mit anschließender Verfolgungsjagd und massig ins Jenseits beförderten Pixelsöldnern den Einstieg in „Just Cause“ ab.

Das volle Freiheitskämpfer-Programm

just_cause_10Was auf das erste sprengstoff- und schießpulverhaltige Techtelmechtel folgt, sind 21 packende Hauptmissionen, die die Story um den Freiheitskampf gegen El Presidente vorantreiben und dabei kaum Zeit zum Luftholen lassen.
Die Hauptmissionen bieten das volle Freiheitskämpfer-Programm: Von der Beseitigung korrupter Staatsfunktionäre, über die Befreiung eingeknasteter Widerstandskämpfer, hin zu der Jagd auf atomare Sprengköpfe gibt’s in „Just Cause“ allerlei und einiges zu erledigen.

Haupt- und Nebenmissionen

just_cause_22Bis der waschechte Kampf gegen Endboss Salvador Mendoza in mehreren luftigen Kilometern Höhe über San Esperito ansteht, vergehen bis zu sieben Stündchen Spielzeit, sofern man sich ausschließlich auf die Hauptmissionen konzentriert. Die Nebenmissionen bieten Alltägliches wie Wettrennen durch die Pampa oder die Befreiung von Inseldörfern. Dabei wollen zahlreiche rebellische Gruppierungen im Kampf an vorderster Front gegen die Soldaten der Regierung unterstützt werden. Straßensperre für Straßensperre der Polizei wird abgearbeitet und zu Staub verarbeitet, bis das Dorf schließlich durch das Hissen der Rebellenfahne eingenommen ist.

Ein Freiheitsgefühl, das seinesgleichen sucht

just_cause_45Just Cause, das ist ein schmackhafter Cocktail aus den Insellandschaften FarCry’s, vermischt mit einer saftigen Nase Pep, schön durchgemixt mit einer gehörigen Prise Grand Theft Auto auf Acid. Bunt und realitätsentrückt rockt „Just Cause“ die Bude mit Action bis zum Umfallen. Das Tolle an „Just Cause“ ist dabei vor allem ein Freiheitsgefühl, das seinesgleichen sucht. Ob per Pedes, am Fallschirm hängend, unter Wasser, auf dem Motorradsitz, im Gelände- oder Rennwagen, im Panzer, Unterwasserboot oder Fluggeräten wie Helikopter, Düsenjet oder Großraumflugzeug: „Just Cause“ bietet einen erstaunlich großen Fuhrpark, um das Inselparadies zu erkunden.

Frische Konzepte und Ideen

just_cause_59Bereits nach wenigen Spielminuten wird klar, dass sich Rico Rodriguez’ IQ irgendwo im Bereich zwischen Toastbrot und Krakauer Würstchen bewegt. Er ist mehr der sympathische wortkarge Antiheld mit seltenen Ambitionen zu vollwertigen Subjekt-Prädikat-Objekt-Sätzen, denn charmanter Draufgänger a là James Bond. Dafür weiß der gute Regime-Umstürzer aber, mit dem gebotenen Arsenal an Waffen und Equipment umzugehen. Aber hallo. Nicht, dass es hierbei um Allerweltskram wie Bazooka, Maschinengewehr, etc. ginge. „Just Cause“ kommt mit frischen Konzepten und Ideen daher, die man in künftigen Games nicht mehr missen möchte.

Fahrzeugsurfen

just_cause_44So findet die stupide Rumrennerei auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz in „Just Cause“ ihr kreatives Ende darin, dass sich Rodriguez mit einer Gerätschaft aus Miniseilwinde und Greifhaken an das nächstbeste Gefährt hängt. Egal ob Flugzeug, Schnellboot oder Rennwagen: Rodriguez hängt dank Fallschirm und Greifhaken lässig locker flockig am Fahr- oder Flugzeug und schwingt sich auf Tastendruck ins Cockpit des gekaperten Geräts. Wird’s mit dem geklauten fahrbaren Untersatz einmal zu langweilig oder löst sich das gute Stück dank Beschusses der Armee in seine Einzelteile auf, schwingt sich Rodriguez auf Tastendruck in die Stuntposition, sprich: auf das Dach des Fahrzeugs.

just_cause_64Dort steht er da, frönt dem Fahrzeugsurfen und kann sich mit seinem Greifhaken von Fahrzeug zu Fahrzeug schwingen.
Die fahrbaren Untersätze steuern sich dabei – je nach Fahrzeugtyp und -Modell – wie Butter in der prallen Sonne: zu weich und schwammig. Erstaunlich gut umgesetzt ist jedoch die Steuerung der Fluggeräte. So geht es an Bord eines Düsenjets auf die Jagd nach bereits abgefeuerten Atomraketen. Der Jet geht ab wie ein Zäpfchen, die Umgebung schwirrt nur so vorbei und die Steuerung des Fluggeschosses ist dabei leicht und unkompliziert.

Elfundelfzigste Wiederholung

just_cause_38Irgendwann aber, da platzt einem bei „Just Cause“ vor Wut der Keuchheitsgürtel – spätestens dann, wenn schon wieder zum X-ten Male die Mission von vorne angegangen werden muss, nur weil Artikulationsbrötchen Rodriguez es mal wieder nicht schafft, sich gegen zwei raketenspeiende Hubschrauber, sieben Kriegstanker, knapp 50 Söldner per Pedes und acht Fahrzeuge mit angeschraubten Maschinengewehren durchzusetzen. Das Speichersystem macht es einem dabei nicht leicht, Ballerorgien, die tödlich für Rodriguez ausgehen, wieder und wieder und immer wieder anzugehen. Gespeichert werden darf nicht während der Gefechte, sondern nur an festen, vorgegebenen Speicherpunkten. Spätestens nach der elfundelfzigsten Wiederholung ein und derselben Mission von immer demgleichen Speicherpunkt aus, geht man auf dem Zahnfleisch.

just_cause_19Trotz Speichermanko kommt man jedoch nur schwer von „Just Cause“ los. Die nächste Mission steht an, das nächste Dorf will befreit werden. Am Schluss dann der cineastische Showdown gegen Präsident Mendoza, wo Rodriguez zeigt, was passiert, wenn man ihn wütend macht. Und an dem, was passiert, hat Mendoza keine Freude. Ganz gewiss nicht. Viva la revolución!

Wertung
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Satter Shooter mit innovativen Ideen und Ambitionen auf mehr.

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Auf einen Blick: Die Wertung
Grafik
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Satter Shooter mit innovativen Ideen und Ambitionen auf mehr.

Sound
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Steuerung
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Atmosphäre
8
Motivation
6
Bunnyfaktor
8