Sensible Soccer 2006 - Pidilsko mit Herzkasper

Sensi_060109_11_titleSensible Soccer 2006 ist die Reinkarnation eines verloren geglaubten Spielprinzips in Fußballspielen. Was in den frühen ’90er Jahren mit wuseligen Pixelmännchen begann endet 2006 in einer comicartigen Umsetzung mit dem schnellsten Spielfluss seit Jahren. Allerdings darf Sensible Soccer sich auch im neuen Gewand zu keinem Zeitpunkt als Fußballsimulation bezeichnen.

<a href="/?q=fussball/sensible-soccer-2006-pidilsko-mit-herzkasper"><img class="g2image_float_right" src="/galerie/main.php?g2_view=core.DownloadItem&amp;g2_itemId=4922&amp;g2_serialNumber=2&amp;g2_GALLERYSID=873d8b37b6a6734f383974ce36714b06" alt="Sensi_060109_11_title" title="Sensi_060109_11_title" width="175" height="131" /></a>Sensible Soccer 2006 ist die Reinkarnation eines verloren geglaubten Spielprinzips in Fußballspielen. Was in den frühen ’90er Jahren mit wuseligen Pixelmännchen begann endet 2006 in einer comicartigen Umsetzung mit dem schnellsten Spielfluss seit Jahren. Allerdings darf Sensible Soccer sich auch im neuen Gewand zu keinem Zeitpunkt als Fußballsimulation bezeichnen.

sensiblesoccer2006_2006-08-03_17-01-37-04Sensible Soccer hatte es schon immer schwer. Damals in den ersten Versionen vor mehr als zehn Jahren stand es schon im Schatten des Primus FIFA Soccer, das bereits mit schicker Grafik und manchen Feinheiten ausgestattet war. Den Reiz von Sensible Soccer entdeckte man erst nach dem ersten Kontakt mit dem Spiel. Die direkte Steuerung, das simple Spielprinzip, die schnellen Kombinationen und die sympathischen Figuren ließen Sensible Soccer doch noch zu einem Erfolg werden und begeistert noch heute für ein paar Stunden, wenn wieder in Erinnerungen geschwelgt wird. Aus diesem Grund bot es sich für Codemasters wohl an, den angestaubten Titel in wenigen Monaten und damit pünktlich im WM Jahr 2006 wieder neu aufzulegen und in die Moderne zu transportieren.

Controllerstress ade

sensiblesoccer2006_2006-08-03_17-59-33-12Wer gleich einmal in einem Freundschaftsspiel den ersten Eindruck von Sensible Soccer 2006 einholen möchte, wird sich schnell der ersten Verwunderung gegenüber sehen. Mit dem Controller in der Hand und den 10-12 üblichen Tasten sowie Steuerkreuz und Analogsticks braucht es gar nicht lange die Steuerung zu erlernen, denn es wird nur eine Taste für „Pass“ und eine für „Schuß“ benötigt, der Rest ist nur Zierde. Fußball kann so einfach sein. Wer bereits im damaligen Sensible Soccer Erfahrungen sammelte, wird sich auch schnell in die neueste Version einfinden und nach kurzer Anlaufzeit ein gutes Passspiel zelebrieren können. Etwas schwieriger gestaltet sich jedoch das „Drall“ Feature mit dem bei einem Torschuss der Effet gesteuert werden kann. Hier mangelt es immer etwas an Präzision.

Comichelden auf Speed

sensiblesoccer2006_2006-08-03_17-30-36-32Durch die unkomplizierte Steuerung und die schnellen Passmöglichkeiten ist das Tempo im Spiel sehr hoch. In Sensible Soccer 2006 ist der Ball so schnell von Strafraum zu Strafraum transportiert wie in keiner anderen Fußballumsetzung. Hier wird auch deutlich, dass es sich um ein Arcadespielchen mit einem gewissen Gamepadzerstörungfaktor handelt, das höchstens Potential zum gelegentlichen Zeitvertreib hat. Denn alleine durch fehlende Schwierigkeitsgrade und immer gleiche Schemata bleibt die Langzeitmotivation auf der Strecke. An einigen Stellen – besonders bei den Torwartreaktionen – schleicht sich ein Gefühl der Willkür ein, so wird ein harter Schuss Richtung Gehäuse locker pariert und in der nächsten Szene rollt ein Allerweltsball über die Linie.

Lu-Lu-Lu Lukas Pidilsko

sensiblesoccer2006_2006-08-03_17-06-44-17Einen nicht zu verachtenden Spaßfaktor bietet Sensible Soccer 2006 allerdings bei einem Duell gegen Freunde am heimischen PC. Netzwerk- oder gar Internetspiele sind nicht möglich. Durch den schnellen und rasanten Spielfluss jagt eine Torszene die nächste und wenn dann die Treffer fallen und sich die Comichelden feiern lassen, sorgen auch deren Spielernamen für Heiterkeit. Aufgrund der fehlenden Lizenz spielen im deutschen Team Frongs, Belleck und Pidilsko statt Frings, Ballack und Podolski. Etwas unfreiwillig komisch ist dagegen leider eine Spielentscheidung im Elfmeterschießen, zumindest bei digitaler Richtungssteuerung, wie zum Beispiel der Tastatur. Hier bleibt nur die Chance mitten auf das Tor zu zimmern, denn wer eine Richtungstaste drückt, schießt definitiv meterweit daneben und setzt sich dem Spott des Gegners aus.

Ein feines Gameplay braucht keine opulente Grafik

sensiblesoccer2006_2006-08-03_17-51-12-79Insgesamt macht Sensible Soccer 2006 einen unausgereiften Eindruck. Zwar lassen sich eigene Turniere erstellen und viele Meisterschaften spielen, aber durch den immer gleichen Ablauf und nicht veränderbaren Schwierigkeitsgrad muss es einem besonders langweilig in der Freizeit sein um alle Pokale und Meisterschaften zu gewinnen. Zwar steht an deren Ende auch immer ein Gimmick für das weitere Spiel, zum Beispiel Kunstrasen, oder ein schneebedecktes Spielfeld, aber auch die Motivation dafür zu kämpfen schwindet nach und nach. Viel mehr als ein kurzweiliger Zeitvertreib ist Sensible Soccer 2006 leider nicht geworden, es hat jedoch gezeigt, dass auch ohne opulente Grafik und stimmungsvollen Sound ein Spiel Freude bereiten kann, wenn das Gameplay stimmt. Mit etwas intensiverer Entwicklungszeit und einer längeren Testphase könnte ein Nachfolger durchaus für noch mehr positive Stimmen sorgen – falls es einen Nachfolger geben wird...

Wertung
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Eine Menge kurzweiliger Spaß in einer simplen Art. Leider merkt man Sensible Soccer 2006 die kurze Entwicklungszeit an.

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Auf einen Blick: Die Wertung
Grafik
4
51

Eine Menge kurzweiliger Spaß in einer simplen Art. Leider merkt man Sensible Soccer 2006 die kurze Entwicklungszeit an.

Sound
2
Steuerung
9
Multiplayer
5
Atmosphäre
3
Motivation
3
Bunnyfaktor
10