Hot Dogs Hot Girls - Der lauwarme Krampf ums Fastfood Imperium

HotDog01Unter dem Eindruck von Sommer, Sonne, Meer und großen Burgerketten steht Australien praktisch 365 Tage im Jahr. Dieser Umstand scheint sich auch in Spieleentwicklungen des Kontinents wieder zu finden, zumindest wenn das Beispiel von FuzzyEyes Studios "Hot Dog Hot Girls" herangezogen wird. Die Australier entwickelten ein Spiel, dessen Ziel auch nach mehreren Spielstunden nicht nachvollziehbar wird. Die Mischung einer Aufbauwirtschaftssimulation mit leichtbekleideten Damen, die in fettigen Pommesbuden ihr bedauerungswürdiges Dasein fristen.

<a href="/?q=node/86/"><img class="g2image_float_right" src="/galerie/main.php?g2_view=core.DownloadItem&amp;g2_itemId=4301&amp;g2_serialNumber=2&amp;g2_GALLERYSID=873d8b37b6a6734f383974ce36714b06" alt="HotDog01" title="HotDog01" width="175" height="131" /></a>Unter dem Eindruck von Sommer, Sonne, Meer und großen Burgerketten steht Australien praktisch 365 Tage im Jahr. Dieser Umstand scheint sich auch in Spieleentwicklungen des Kontinents wieder zu finden, zumindest wenn das Beispiel von FuzzyEyes Studios &quot;Hot Dog Hot Girls&quot; herangezogen wird. Die Australier entwickelten ein Spiel, dessen Ziel auch nach mehreren Spielstunden nicht nachvollziehbar wird. Die Mischung einer Aufbauwirtschaftssimulation mit leichtbekleideten Damen, die in fettigen Pommesbuden ihr bedauerungswürdiges Dasein fristen.

HotDog02Pommes, Burger, Pizza und Cola sind ein Verkaufsschlager, doch wenn sie von leichtbekleideten Mädels verkauft werden, sollen die Umsatzzahlen nochmals steigen. Damit ist auch schon der Gesamtinhalt von "Hot Dog Hot Girls" erkannt. Als Besitzer einer Fastfood-Kette müssen in verschiedenen US Größstädten nicht nur die Finanzen und Konkurrenten im Auge behalten werden, sondern auch die Mitarbeiterinnen sollen sich wohlfühlen und den Gästen gefallen. Der Begriff "Thekenschlampen" schlägt hier in seiner vollen Härte durch. Ob im Schulmädchenoutfit oder gleich im Bikini - an der Kasse sollen die "Hot Dog Girls" in erster Linie durch erotische Maßnahmen den Verkauf ankurbeln. Natürlich ist das total anstrengend, die Kunden zu bedienen und deshalb muss der engagierte Manager der Angestellten von Zeit zu Zeit eine Aufmunterung in Form von Kinokarten oder Kuscheltieren zukommen lassen. Nur um das Klischeespielchen zu komplettieren, dürfen die schmierigen Manager für das schuftende Personal neue HighHeels, Tangas, Perlenketten und Sonnenbrillen einkaufen. Damit der Wirtschaftssimulationspart auch nicht zu genau inspiziert wird, werden so nützliche Funktionen wie "Personal verfolgen" eingesetzt. Hier kann der speicheltriefende Spieler seine Perle an der Kasse genaustens in Augenschein nehmen und die Kamerasicht in die persönlich favorisierte Stellung bringen...

HotDog03Um im Spiel jedoch weiter teure "Kleidung" und Geschenke kaufen zu können, müssen die Fastfood Filialen genügend Gewinn abwerfen. So kann sich um den Nachschub beim Lebensmittelhändler gekümmert und die Wirkungsbereiche der Konkurrenz anaylsiert werden. Wer jedoch eine Wirtschaftssimulations erwartet, wird hier enttäuscht. Schnell kann man müde werden, immer neue Produkte in die Filialen zu schaffen und die Motivation der Mitarbeiterinnen zu halten. Dazu kommen noch äußerst schwachsinnige Spielchen, die teilweise gar keinen Sinn ergeben. Während das "Ratten mit Schöpfkellen erschlagen" Spielchen noch den Effekt hat, dass der Kammerjäger gespart werden kann, ist es völlig unsinnig, beim Klick auf einen Gast "Kämpfen" anzuwählen. Wer dies dennoch ausprobiert findet sich in einem Boxk(r)ampf wieder, bei dem der Gast verdroschen werden kann. Doch aufgrund der durchgängig katastrophalen Steuerung in den Zwischenspielchen ist praktisch ein koordiniertes Handeln unmöglich. So werden nach und nach die Ratten die Restaurants befallen, Gäste die Mitarbeiterinnen verprügeln und Gängster die Kasse ausrauben, weil die wirre Steuerung der Minispiele meist auch noch per Maus erfolgt.

HotDog04"Hot Dogs Hot Girls" will eine Wirtschaftsimulation sein und bringt Elemente wie Sympathie und Zuneigungen von "The Sims" mit ein. Die Kombination aus den Spielelementen und die Minispiele machen insgesamt wenig Sinn und noch viel schlimmer: keinen Spaß. Auch die Grafik reißt nichts mehr aus dem Feuer, solche "eckigen Kurven" hat man glücklicherweise seit Jahren nicht mehr gesehen. Die Steuerung auch außerhalb der Minispiele ist nicht gerade intuitiv. Zwar gibt es ein umfangreiches Tutorial, doch für ein schnelles Einsteigen ist dieses zeitintensive Tutorial eher hinderlich.

HotDog05Das Spiel erfüllt keine der gehegten Hoffnungen. Eine sinnige Wirtschaftssimulation funktioniert anders; der erotische Faktor kommt auch nicht auf, die virtuellen Schnittchen sind in etwa so erotisierend wie den Chefkoch beim Zehnägel schneiden zu beobachten. Alleine der Titel "Hot Dog Hot Girls - Der heisse Kampf ums Fastfood Imperium" ist einen Lacher wert. Da sind wir schon gespannt auf die kommenden Toptitel wie "Hot Grid Girls - die schärfsten Kurven der Formel 1" oder "Heiße Hexen auf dem Scheiterhaufen". Für die investierten 40 Euro kann sich definitiv Abwechslung in verschiedenster Art geleistet werden, die mehr Wert darstellen als diese hocherotische Wirtschaftsimulation.

Wertung
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Ein Spiel ohne Spaßfaktor hat nichts besseres verdient als mit dauerhafter Missauchtung gestraft zu werden.

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Auf einen Blick: Die Wertung
Grafik
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Ein Spiel ohne Spaßfaktor hat nichts besseres verdient als mit dauerhafter Missauchtung gestraft zu werden.

Sound
3
Steuerung
1
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Atmosphäre
3
Motivation
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Bunnyfaktor
1