Die Revolution im Netz: Werbung bis zum Abwinken

Im stillen, stummen Kämmerlein hat - ganz ohne dass jemand uns gefragt hätte - die Revolution im Netz stattgefunden. Nicht mehr um Inhalte geht es (tschüss "Semantic Web"), sondern um den exzessiven Versuch, Besucher von Websites mit Werbung zu überfallen. Es scheint ein Projekt des ersten Fachsemesters Psychologie zu sein, wie viel Werbung der Internetnutzer verträgt, ohne wütend die Mouse gegen den Monitor zu knallen. Doch nicht nur das - ist die Werbung erst einmal aufgeploppt, so lässt sie sich nur mit Mühe und Not wieder schließen. Im Notfall hilft nur noch Datei>Beenden des Browsers.
Warum hat Macromedia bloß Flash erfunden? Besuche ich eine Website und sind die Boxen noch bis zum Anschlag aufgedreht von der leckeren Musik, die meine Ohren tanzen lassen, so rülpst mich ein wütender KingKong an - Werbung natürlich. Suuuper-Originell natürlich auch, wenn's aus den Lautsprechern "Na, willst du noch mehr?" schreit. Eine Peitsche knallt und ich, ich liege im Werbekoma.

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