Puh, da bin ich gerade noch 'mal rechtzeitig aus dem Urlaub zurückgekehrt - fast hätte ich's vercheckt, dass das 21. Fantasy Filmfest (FF) ab Mittwoch, 08.08.07, in Köln gastiert. Wie in jedem Jahr laufen wieder so vielversprechende Filme auf dem FF, dass die Auswahl schwer fällt. Trotzdem: Hier meine persönlichen Hingucker:
UV


"Wer ist Boris? Unversehens materialisiert sich der attraktive Fremde im Luxusdasein einer französischen Unternehmerfamilie und hat sie im Nu fest im Griff: Zwei sirenenhafte, aber tödlich gelangweilte Töchter, die entfremdeten Eltern (Jaques Dutronc und Marthe Keller), die Enkelkinder – alle sind hingerissen vom verwegenen Charmeur (Nicolas Cazalé, THE CLAN).
Nur den designierten Firmenerben André-Pierre (Pascal Elbé) plagt der Argwohn: Wo steckt bloß sein Schwager Philip? Kennt Boris ihn tatsächlich aus dem Internat? Während die anderen A-P als eifersüchtig abtun und keinen Zweifel an Boris’ Herkunft und Integrität aufkommen lassen wollen, beginnt der notorische Nörgler einen stillen, aber erbitterten Zweikampf mit dem geheimnisvollen Eindringling zu führen … Basierend auf dem Bestseller von Serge Joncour ist gleißende Sonne das wiederkehrende Motiv in diesem Alptraum in Weiß. Förmlich spürt man die schwächende Hitze, die Trägheit, die sie auslöst. Schwelendes französisches Spannungskino in bester Chabrol-Tradition."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
THE BOTHERSOME MAN


"Möblierte Wohnung, solider Job, freundlicher Chef und eine offensichtlich interessierte Kollegin – wie er hierher gekommen ist, weiß Andreas zwar nicht mehr, aber eigentlich hat er keinen Grund zur Klage. Oder?
Doch sein neuer Wohnort (eine stinknormale Kleinstadt nicht näher definierter Lage) ist so blank geschrubbt, dass den schüchternen Mann langsam das Grausen packt: Kinder gibt es nicht. Gerüche, Geschmack, leidenschaftlicher Sex? Fehlanzeige. Zum Verrücktwerden. Schöner Wohnen ist hier das einzige Thema und der gelegentliche am Eisenzaun aufgespießte Selbstmörder wird selbstverständlich umgehend bereinigt. Gefangen in einem seelenlosen Paradies macht sich der Unzufriedene auf die Suche nach einem Lebenssinn und stößt in einem schmuddeligen Keller auf Musik und einen Verbündeten. Doch Querulanten werden vom System nicht geduldet …
Andreas widerwilliger Besuch im Garten Eden der Neuzeit ist so komisch und tragisch, wie es den Skandinaviern momentan keiner nachmacht: ELLING trifft SONGS FROM THE SECOND FLOOR, Kafka meets Beckett, mit einem Faible für bluttriefende Suizide. Böse Satire und ein äußerst intelligentes Vergnügen, das THE BOTHERSOME MAN schon diverse Festivalpreise einbrachte."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
BUG


"Was als überspannte Lovestory zwischen einer Diner-Kellnerin und einem Irakkriegs-Veteranen in einem kleinen Motelzimmer in der Pampa von Oklahoma beginnt, schlägt alsbald um in einen an Extremen schwer zu überbietenden Höllenritt, in dem sich die Figuren wie auch ihre Darsteller in emotionaler und schließlich auch körperlicher Selbstzerfleischung ergehen …
Ist man sich anfangs noch nicht ganz sicher, ob die von Ashley Judd und Michael Shannon grandios gespielten Hauptfiguren nicht nur an ausgeprägten Macken und Ängsten leiden, kippt das Szenario plötzlich rasend schnell: Aus einer pathologischen Furcht vor Parasitenangriffen wird handfester Wahnsinn, wie im Kino selten drastischer gezeigt wurde. Dabei wird die erdrückende Enge im klug inszenierten Kammerspiel minutiös ausgenützt, die Klaustrophobie des verzweifelten Paares wächst ins schier Unerträgliche.
Zugleich ist diese radikale Fingerübung in Sachen Paranoia aber auch das Comeback eines verloren geglaubten Genies: Nachdem es um William Friedkins Schaffen in den vergangenen zwei Jahrzehnten verdächtig still war, ist dieser schonungslose Seelen-Striptease eine unerwartete Rückkehr zu alter Form: BUG ist so aggressiv, so fies direkt und bissig – man käme nie auf die Idee, dass der Regisseur mittlerweile stolze 71 Jahre alt ist. Ein Film, der unter die Haut geht. Im wörtlichen Sinn."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
CONFESSION OF PAIN


"Steckt das geniale INFERNAL AFFAIRS-Trio Andrew Lau, Alan Mak und Felix Chong die kreativen Köpfe zusammen, ist ein State-of-the-Art-Thriller garantiert, um dessen Remake-Rechte sich die Hollywoodbosse erneut reißen werden. Nach ihrem Klassiker, der eine ganze Welle neuer Qualitätsfilme made in Hongkong lostrat, verfeinern sie abermals Figuren und psychologische Tiefe und eröffnen ihr neues Krimidrama mit einer Tragödie: Nachwuchs-Cop Bong (Takeshi Kaneshiro) findet seine Frau Rachel mit aufgeschnittenen Pulsadern. Nach diesem Schlag quittiert er den Dienst, greift zur Flasche und verdingt sich als Private Eye. Bis drei Jahre später sein ehemaliger Partner Lau (Tony Leung) aufkreuzt und ihn um Hilfe bittet. Der Vater seiner Ehefrau Susan (stets eine Augenweide: Shu Qi) wurde grausam ermordet und Lau selbst gilt als Tatverdächtiger. Im Rahmen der Ermittlungen stößt man auf einen dramatischen Cold Case – ein Familienmassaker, dessen Hintergrund und Täter im Dunkeln bleiben – welcher nun überraschend aufgeklärt werden kann, aber unerwartet seelische Wunden aufreißt … Versiertes, erwachsenes Stimmungskino für gehobene Ansprüche, das mit unterschwelliger Spannung und drastischen Enthüllungen an die Nerven geht."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
COUNTER INVESTIGATION


"Unzählige Verbrechen hat er im Lauf seiner Karriere aufgeklärt, nun muss der Pariser Polizist Richard Malinowski (Jean Dujardin) am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, wenn einem das Liebste genommen wird. Weil er seine Tochter aus den Augen ließ, konnte sie das Opfer eines Vergewaltigers und Mörders werden. Der vermeintliche Schuldige ist von Malinowskis Team schnell gefunden, während des Verhörs kommt es sogar zu einem Geständnis. Doch der verurteilte Daniel Eckmann (undurchsichtig und eiskalt: Laurent Lucas aus HARRY MEINT ES GUT MIT DIR) sät diabolische Zweifel in Malinowskis Hirn. Was, wenn der falsche Mann eingesperrt wurde und der wahre Täter weiter draußen herumläuft? Malinowski beginnt auf eigene Faust eine Gegenermittlung und entdeckt Beweise für Eckmanns Unschuld. Doch als Einzelspieler wird er schnell zum Außenseiter bei seinen Kollegen, denen dies zu sehr nach Manipulation riecht.
Einer gegen alle, heißt es in diesem cleveren Psycho-Ermittler-Spiel. Der Blick ins Innere des Polizeiapparats erwies sich schon bei Filmen wie COP LAND als äußerst cinegen. Für die Authentizität seines Regiedebüts bürgt Franck Mancuso, der selbst zwanzig Jahre bei der französischen Polizei arbeitete. Die Leichen aus der Zelle holte er bereits mit dem Drehbuch für den düsteren 36 QUAI DES ORFÈVRES."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
THE DEATHS OF IAN STONE


"Brit-Horror, smart und cool: Es ist einer jener Tage, an denen alles schief geht, an denen sich die Dinge irgendwie falsch anfühlen. Zuerst verliert Ian Stone mit seinem Eishockeyteam, dann wird ihm auch noch von einem Mitspieler Prügel angedroht. Gott sei Dank ist Ians Freundin Jenny da, um ihn zu trösten. Später in der Nacht, allein auf dem Weg nach Hause, bemerkt Ian eine unheimliche Gestalt, leblos am Bahnübergang liegend. Als er sich nähert, packt ihn etwas Furchtbares und stürzt Ian direkt vor den Zug – Schnitt! Statt zerstückelt und tot arbeitet der junge Mann in der nächsten Szene höchst lebendig als Angestellter in einem anonymen Großraumbüro. Mit Jenny als Kollegin und liiert mit der mysteriösen Schönheit Medea. Ein komplett anderer Ian Stone in einem komplett anderen Leben. Und, wäre da nicht dieser kleine Störimpuls, kaum mehr als eine Ahnung, so könnten die Dinge ganz normal weiterlaufen. Doch in Ian blitzt eine Erinnerung auf: War sein vorheriges Leben nur ein Traum? Ist Jenny tatsächlich nur eine Kollegin? Bald verdichtet sich bei Ian der paranoide Verdacht, dass etwas Monströses von seinem (bizarr vielfältigen) Leben Besitz ergriffen hat … Clever verschachtelt, effektgeladen und originell pumpt IAN STONE dem Horrorgenre eine gute Dosis frisches Blut durch die Adern."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
THE DEVIL DARED ME TO


"Live fast, die faster! Nein, dies ist kein neuer Teil von JACKASS, sondern eine kleine, ölverschmierte Komödie aus Neuseeland. Randy Cambells sehnlichster Wunsch ist es, eines Tages ein berühmter Stuntshow-Driver zu werden. Schon sein Vater war ein todesmutiger Danger-Freak, der aussah wie Lemmy von Motörhead. Mit einem Lenkrad im Kopf starb er bei einem besonders waghalsigen Auftritt vor den Augen seines Sohnes und übergab ihm mit dem letzten Atemzug seinen zerbeulten Sturzhelm. Als auch Randys einst so schöne Mutter – inzwischen durch zahlreiche Showbiz-Pannen zur Fratze entstellt – für den geliebten Beruf in den Tod geht, ist der kleine Randy fortan als Waise auf sich allein gestellt. Er heuert bei seinem neuen Idol, dem blasierten Stunt-Manager Dick Johansonson, an. Vorerst allerdings nur als Putzkraft für Dixiklos. Einen langen, schmerzhaften Weg muss der zukünftige Hellrider Randy noch gehen, bevor er das spektakulärste aller Kunststücke dieses Extremsports ins Auge fasst: Mit einem selbst gezimmerten Raketenauto will er sich über die 23 km breite Meerenge Cook Strait katapultieren – nicht zuletzt, um das einbeinige Stuntluder „Tragedy“ zu beeindrucken. THE DEVIL DARED ME TO huldigt dem Geist von Evel Knievel, Amerikas durchgeknalltestem Stuntdriver der sechziger und siebziger Jahre. Hier scheppert auf der Tonspur Schweine-Metal und alle naselang passiert ein furchtbares Unglück. Was braucht man mehr zum Glücklichsein?"
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
DISTURBIA


"Noch schwer angeschlagen vom Unfalltod seines Vaters vor einem Jahr, lässt sich Kale (Shia LaBeouf, TRANSFORMERS) von seinem Spanischlehrer provozieren und schlägt ihn k.o. Die Folge: Sommerferien unter strengem Hausarrest – mit einer elektronischen Fußfessel. Seine Vollzeit arbeitende Mutter (Carrie-Anne Moss), genervt von der passiv-aggressiven Rumlungerei ihres Sohnes, beraubt ihm zu allem Übel der Computerspiele und kappt das Fernsehkabel. Aus Langeweile beginnt Kale seinen Nachbarn hinterherzuspionieren: den verzogenen Gören von gegenüber, der verflucht hübschen Ashley, die sich bevorzugt im Bikini am Pool räkelt und dem mysteriösen Mr. Turner von nebenan. Wer sich an den Hitchcock-Klassiker FENSTER ZUM HOF erinnert fühlt, liegt richtig. Bald ist Kale überzeugt: Sein Nachbar ist ein Serienkiller. Ein sehr schlauer noch dazu. Aalglatt tritt er Kale, seinen Freunden und der Polizei entgegen und versteht es, die Beweise gegen ihn immer wieder zu entkräften. Doch auch wenn niemand Kale glaubt – dieser Mann hat den Keller voller Leichen. Ein ungleicher Zweikampf entbrennt zwischen dem Killer und dem ans Haus gefesselten Jungen, in dessen Schusslinie ausgerechnet Kales Mom Julie gerät ... Was auf dem vertrauten Terrain eines Teenie-Slashers beginnt, entwickelt sich zu einem hintergründigen Sommer-Chiller mit clever gelegten Schockfallen, und David Morse gibt den eiskalten Gentleman-Mörder mit erschreckender Eindringlichkeit."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
FAIR PLAY


"Verglichen mit dem Einsatz, den die karrieregeilen Figuren in Lionel Baillius Spielfilmdebüt für eine Beförderung bringen, ist die viel geschmähte Ellenbogenmentalität fast Kinderkram: Rund um das abgründige Szenario seines oscarnominierten Kurzfilms SQUASH, in dem eine nette Partie zwischen Firmenboss und Angestelltem zum Kampf bis aufs Messer, pardon, Racket mutiert, gruppiert der junge Franzose nun eine Reihe weiterer (mitunter tödlicher) Freizeitsportarten. Denn ganz gleich, ob sie rudern, joggen, golfen oder schwimmen, FAIR PLAY spielt hier ganz entschieden keine Rolle. Mit fiesen Tricks und Intrigen kämpfen die Kollegen Jean-Claude und Alex um dicke Etats und die Gunst ihres skrupellosen Firmenbosses Charles. Als dieser zu einem hochleistungssportlichen Outdoortrip mit den Assistentinnen aufruft, gerät der Abteilungsausflug zum Survivaltraining mit fatalen Folgen …
Es verwundert nicht, dass Top-Schauspieler wie Benoît Magimel (hier mit feistem Bierbauch und roter Perücke) oder Marion Cotillard (Edith Piaf in LA VIE EN ROSE) bei Baillius rabenscharzem Abgesang auf übersteigerte Karrierestrategien dabei sein wollten. Erstaunlich nur, dass das Bogenschießen als Wettkampfdisziplin ausgespart wurde – diese verschwitzt-smarte Variante der spanischen Arbeitskampfsatire EL METODO (Geheimtipp des FFF 06) trifft nämlich mitten ins Schwarze."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
I'M A CYBORG, BUT THAT'S OK


"Young-goon ist überzeugt, ein Cyborg zu sein. Zum Frühstück lutscht sie Batterien und verpasst sich auch mal selbst einen Stromstoß. Lampen, Automaten und andere elektrische Geräte sind ihre bevorzugten Gesprächspartner, mit denen sie durch das Gebiss ihrer Großmutter Kontakt aufnehmen kann. Als das Mädchen in eine Nervenklinik eingewiesen wird, lernt sie dort den selbsterklärten Seelendieb Il-Sun (Pop-Ikone Rain) kennen. Mitten im irren Umfeld beginnt eine zarte Romanze zu blühen, die jedoch von der schrecklichen Tatsache bedroht wird, dass Young-goon sterben muss, sollte sie weiterhin die Nahrungsaufnahme verweigern …
Chan-wook Park, Mastermind der genredefinierenden Rachetrilogie um Oldboy, hat erneut zugeschlagen und zielt diesmal mitten ins Herz. Seine Liebesgeschichte ist ein schrullig, süßes Märchen – und ein cineastischer Kopfschuss. Verzaubernd, absurd, in totaler Umkehrung von Werten und einer vollständigen Umwälzung von Optik, Perspektive und Logik. Und auch wenn hier im Vergleich zu seinen vorherigen Filmen zumeist ruhigere Töne angeschlagen werden, findet die Angst seiner Figuren, wie schon in Oldboys Hammerszene, irgendwann doch noch ein Ventil in Form eines kreativ bebilderten Amoklaufs."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
KALTMIETE


"Seit Wochen schon verschanzt er sich in seinem Zimmer, räumt öfter mal heimlich nachts den WG-Kühlschrank leer und nervt mit lauter Musik. Langsam verlieren Kathi, Nico und Tessa die Geduld. Sie beginnen einen kalten Krieg: Zuerst wird der Strom abgestellt, dann die Heizung, doch ihr Mitbewohner rührt sich nicht. Schließlich bringt Kathi einen Therapeuten mit nach Hause und ein Desaster nimmt seinen Lauf.
Kaum zu glauben, dass diese Low-Budget-Perle auf einer Filmhochschule entstanden ist. Mit einfachsten Mitteln erzeugt Gregor Buchkremer vom ersten Moment eine unheimliche Atmosphäre, die nicht wirklich zu greifen ist. Jede der Figuren fühlt sich auf ihre eigene Weise vom Verschwinden des Mitbewohners gekränkt, je weniger er anwesend ist, desto mehr beherrscht er ihre Gedanken … Wie weit geht ein Mensch, um jemand anderen aus der Reserve zu locken? Diese Film-WG geht sehr weit. Verletzte Eitelkeit wird zu kollektiver Gemeinheit und Selbstbeschneidung. So ist KALTMIETE eine subtil verstörende Studie über Obsession und Verdrängung geworden, mit dem wirklich überraschenden Ende als I-Tüpfelchen auf einem schön schaurigen Filmerlebnis. Und es bleibt festzuhalten, was man nicht oft sagen kann: Mit Gregor Buchkremer hat das deutsche Kino endlich wieder ein großes Genrefilmtalent."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
KM. 31


"Sekunden nach dem Verkehrsunglück auf der Landstraße beim Kilometer 31 rief Agata noch ihren Freund an – voller Panik, weil sie ein Kind überfahren hat. Nun liegt sie im Koma und für die Zwillingsschwester Catalina wird der Besuch im Krankenhaus zum Alptraum: Nicht nur ist Agata schwerstverletzt, Catalina spürt auch eine bedrohliche Präsenz – als erleide die bewusstlose Schwester (mit der sie sich schon immer eng, fast telepathisch verbunden fühlt) schreckliche Qualen, als riefe sie um Hilfe. Und die verstörenden Zeichen häufen sich: Catalina sieht Geister an jeder Ecke, von niederträchtig bis wohlgesonnen (darunter einige unverkennbare Genrezitate), und beschließt herauszufinden, was es mit dem Unfallort auf sich hat. Offenbar liegt die Quote tödlicher Unfälle beim km 31 seit Jahrzehnten weit über dem Durchschnitt. Je mehr die junge Frau in der Vergangenheit gräbt, desto deutlicher tritt das Böse hervor, das von diesem unheimlichen Stück Landstraße Besitz genommen hat …
Das meisterhaft gesponnene, von einer der bekanntesten mexikanischen Legenden durchdrungene Geistergarn strahlt eine fiese, creepy Stimmung aus – durchschlagende Effekte sorgen für mindestens zwei Schrecksekunden pro Kilometer!"
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
OSS 117: Cairo, Nest of Spies


"Vergesst 007, jetzt kommt OSS 117, der Top-Chauvi unter den Topagenten. Selbstgefällig, ungebildet und dennoch unwiderstehlich. Wir schreiben das Jahr 1955. Hubert Bonisseur de la Bath, alias OSS 117 hat in Kairo eine ganze Latte von Mission Impossibles zu erfüllen. Er soll den Tod seines alten OSS-Kameraden Jack untersuchen, den Suezkanal kontrollieren und Frieden im Mittleren Osten stiften. Und das ausgerechnet an einem Ort, an dem jeder mit gezinkten Karten spielt. Um hier ans Ziel zu kommen, braucht man die unverfrorene Arroganz und das unverschämte Glück eines Totaldeppen, äh, den diplomatischen Charme eines Superagenten. Denn wer den Muezzin wegen Lärmbelästigung aus der Moschee schmeißt oder einer Femme fatale im Bett auch mal die müde Schulter zeigt (das muss sich ein echter Kerl erst mal trauen), der kann nur einer sein: OSS 117!
Jean Dujardin entzückt in der Titelrolle als begnadeter Parodist des jungen Sean Connery. Man beachte, dass die französische Originalfigur wie auch James Bond in den fünfziger Jahren erfunden wurde – und damals bierernst gemeint war. Diese unverschämt witzige Komödie dagegen nimmt sich selbst und damit die Agentenfilme der 50er und 60er mit einem kolonialistisch denkenden und jede kulturelle Differenz ignorierenden Frankreich auf die Schippe. Und reiht sich damit in die zum Subgenre gewordenen Veräppelungen der Bond-Filme à la AUSTIN POWERS oder JOHNNY ENGLISH ein."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
OUT OF THE BLUE


"Mit David Gray, sagen die Neuseeländer, hat ihr Land seine Unschuld verloren: Am 13. November 1990 trat dieser mit seinem Gewehr vor die Tür, und in dem einst beschaulichen Küstenort Aramoana starben dreizehn Menschen.
Weil die Nachbarskinder einmal zu oft über sein Grundstück laufen, dreht der bislang unauffällige Einzelgänger durch und schießt fortan auf alles, was sich bewegt, ganz gleich, ob jung oder alt. Die anrückende, örtliche Polizei ist Grays unberechenbarer Gewalt und dem Horror des sich entfaltenden Szenarios weder taktisch noch menschlich gewachsen. Es dauert über einen Tag, bis die Einsatzkräfte den Amokläufer stellen können.
Der Film sucht nicht nach Ursachen für die brachiale Tat, sondern schildert die Ereignisse wie schon Gus van Sant in Elephant so geradlinig und einfach, dass es schmerzt. Hauptaugenmerk liegt auf den verstörten Einwohnern, die wir zuvor in ihrem Alltag kennen lernten. Während nun der Mörder ziellos durch ihre Gärten streift, müssen sie viele Stunden hinter verschlossenen Türen ausharren, nicht wissend, ob es sie als nächstes trifft und wer bereits Opfer wurde. Einige werden angesichts der Bedrohung über sich hinauswachsen ... Mit konsequentem Understatement schafft Regisseur Robert Sarkies – sein schwarzhumoriges Debüt Scarfies ist Fantasy Filmfest-Freunden noch gut in Erinnerung – eine ungewöhnliche, umso intensivere Annäherung an das brandaktuelle Thema Amoklauf."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
SEEDS OF DEATH


"Droht Paris die Rückkehr des schwarzen Todes? Die Seinemetropole freut sich über den aufkommenden Frühling, doch Kommissar Adamsberg ist beunruhigt. Erst sind es nur ein paar merkwürdige, mittelalterliche Zeichen auf Wohnungstüren im IV. Arrondissement, dem Herzen von Paris. Dann verkünden mysteriöse Botschaften eines Unbekannten das apokalyptische Aufsteigen der Ratten aus den Tiefen der Erde und den nahen Ausbruch der Pest – und schon wird eine erste, mit schwarzen Flecken übersäte Leiche gefunden. Ein verzweifelter Wettlauf gegen die ausbrechende Panik in der Bevölkerung und einen diabolischen Drahtzieher beginnt, bei dem selbst der legendäre sechste Sinn des eigenwilligen Kommissars zu versagen droht.
Genreliebhabern ist die französische Krimiautorin Fred Vargas und ihr verschroben-intuitiver Held Kommissar Adamsberg längst auch hierzulande ein Begriff. Nun macht sich Régis Wargnier daran, das preisgekrönte Vargassche Universum auf die große Leinwand zu bannen – und beschwört in einem atmosphärischen Thriller par excellence mit eindrucksvollen Darstellern die hinter der Hightech-Fassade der Kapitale liegenden schmuddeligen Seiten des „vieux Paris“ herauf."
(Filmbeschreibung von http://www.fantasyfilmfest.com)
Eine Übersicht aller Filme findet sich unter http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/pages/fil... .
Tagesplaner gibts für jede Festivalstadt unter http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/pages/fes....
Das FF läuft bis Ende August in den folgenden Kinos in Bochum, Köln, Hamburg und Berlin:
Bochum 08. – 15.08.2007
UNION / Kortumstr. 16 / 44787 Bochum
www.kino-bochum.de
Köln 08. – 15.08.2007
CINEDOM / Im Mediapark 1 / 50670 Köln
www.cinedom.de
Hamburg 15. – 22.08.2007
CINEMAXX / Dammtordamm 1 / 20354 Hamburg
www.cinemaxx.de
Berlin 15. – 22.08.2007
CINEMAXX am Potsdamer Platz / Potsdamer Str. 5 / 10785 Berlin
www.cinemaxx.de
KINO IN DER KULTURBRAUEREI / Schönhauser Allee 36 / 10435 Berlin
www.cinestar.de
BABYLON Mitte / Rosa Luxemburg Str. 30 / 10178 Berlin
www.babylonberlin.de