Schnell wird deutlich, dass Terroristen die Unterwasserstation – ein Überbleibsel des Kalten Krieges – für geheime Waffenexperimente nutzen. Klar auch, dass die Jungs der Terrororganisation „United Arms“ ungestört ihrem Hobby nachgehen wollen, an ihrer Überwaffe zu basteln, die der Welt die Macht der Organisation demonstriert. Doch „United Arms“ hat natürlich ihre Rechnung ohne Jack Hard gemacht. Denn der harte Jack weiß, sich zu verteidigen – und ganz locker entspannt die Welt vor den Terroristen zu retten.
Energy-Drinks für Terroristen
Würden sich dabei alle Terroristen so aufführen wie die der „United Arms“, wir würden ihnen Energy-Drinks verabreichen oder Amphetamine empfehlen, damit die Jungs wenigstens etwas gebacken bekommen würden. Die künstliche Intelligenz der Computerterroristen in „Red Ocean“ bewegt sich zwischen Schnarchkommando und "Conni auf dem Bauernhof". Ständig kommt's vor, dass die Gegner ihre sichere Deckung verlassen und gemütlich in ihr sicheres Ende spazieren. An Schwierigkeit gewinnt „Red Ocean“ einzig durch unfaire Mengen an Gegnern und Munitionsarmut.
Schöner Schein
Spielerisch streng linear und meilenweit entfernt von anspruchsvollem Gameplay, glänzt „Red Ocean“ einzig mit seiner knackigen Grafik. Bump-Mapping, schicke Unschärfe-Effekte und ein düsteres Spiel mit Licht und Schatten können aber nicht über die Mittelmäßigkeit von „Red Ocean“ hinwegtäuschen. Nach vier bis acht Stunden Spielzeit, unzähligem Kanonenfutter und schlappen Endbossen flimmern die Credits über den Bildschirm. Red Ocean? Wohl eher „Red Pfützchen“.
Lauwarmer Shooter für Zwischendurch.