Tortuga - Two Treasures

Tortuga - Two TreasuresDie "Fluch der Karibik" Filmreihe lockte Millionen in die Kinos - und in die Kinokassen. Klar, dass auch der Spielesektor auf der Erfolgswelle der Piratenfilme mitschwimmen möchte. Spieleentwickler Ascaron schickt zu diesem Zweck einen besonderen Kahn ins Rennen: "Tortuga - Two Treasures" macht sich in Form eines wohldurchlöcherten Schweizer Käses auf, die Welle zu surfen - ob das mal gut geht?

<a href="/hochstapler/tortuga-two-treasures/tortuga-two-treasures"><img class="g2image_float_right" src="/galerie/main.php?g2_view=core.DownloadItem&amp;g2_itemId=13529&amp;g2_serialNumber=3&amp;g2_GALLERYSID=39aa3e6e9149c18104afa0e7f0d08d64" alt="Tortuga - Two Treasures" title="Tortuga - Two Treasures" /></a>Die &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fluch_der_Karibik">Fluch der Karibik</a>&quot; Filmreihe lockte Millionen in die Kinos - und in die Kinokassen. Klar, dass auch der Spielesektor auf der Erfolgswelle der Piratenfilme mitschwimmen möchte. Spieleentwickler Ascaron schickt zu diesem Zweck einen besonderen Kahn ins Rennen: &quot;Tortuga - Two Treasures&quot; macht sich in Form eines wohldurchlöcherten Schweizer Käses auf, die Welle zu surfen - ob das mal gut geht?

Tortuga - Two TreasuresMunter darf in “Tortuga – Two Treasures” in die Rolle des Piraten Thomas Blythe geschlüpft werden. „Hawk“, so der Spitzname von Blythe, ist Befehlshaber der Piratenflotte des Seeräubers Blackbeard. Gemeinsam mit Blackbeard ersinnt Hawk einen Plan, den Schatz des berühmten Altpiraten Henry Morgan zu heben. Doch um den Plan in die Tat umzusetzen, müssen zunächst Gouverneur und Schergen abgelenkt und auf eine falsche Fährte gelockt werden.


Schmeichelnde Umstände

Tortuga - Two TreasuresDazu lässt sich Hawk ins Gefängnis der Hafenstadt Kingston werfen – in der Hoffnung, dass ihn Blackbeard fix wieder aus dem Gefängnis befreit. Denkste. Blackbeard macht sich aus dem Staub und lässt Sangua, die Freundin Hawks, meucheln. Durch schmeichelnde Umstände gelingt Hawk schließlich die Flucht aus dem Gefängnis: Die Gouverneurstocher war offenbar so angetan von Hawks nächtlichem Ausflug in ihr Schlafgemach, dass sie ihn befreit.


Sprengfässer, Krakenköder

Tortuga - Two TreasuresHawk macht sich nun auf, den Tod seiner Freundin Sangua zu vergelten und Blackbeard bei der Schatzsuche zuvorzukommen. Dazu muss er wieder in den Besitz seines Schiffes, der „Hawkwind“, gelangen und ein Totenschiff überwinden, das durch die Karibik geistert und die Seelen von Piraten fuchst. Unterwegs zu Wasser schlägt er Seeschlachten gegen die Flotte des Gouverneurs, entert Handelsschiffe oder meistert Schleichmissionen, indem er sich im Beiboot unbemerkt an Land pirscht. Neben gewöhnlichen Kanonenkugeln stehen dem Piraten zu Wasser spezielle Waffen wie Sprengfässer oder Krakenköder zur Verfügung, die die gegnerischen Schiffe zu Treibgut zerlegen.


Die volle Schnarchdosis

Tortuga - Two TreasuresWas sich passabel anhört, offenbart sich schnell als müdes Herumgekurve in seichten Gewässern. Die Story, die in unzähligen vorgerenderten, gut gemachten Videosequenzen erzählt wird, kommt nicht in die Gänge. „Tortuga – Two Treasures“ steht sich selbst mehr im Weg, als dass das Spiel Spaß machen würde. Die Kämpferei zu Wasser ist schon eintönig (gegnerisches Schiff umkreisen, Bumm Bumm, eigenes Schiff reparieren, gegnerisches entern, fertig) – zu Land jedoch entfaltet das Spiel seine volle Schnarchdosis.


Hämmerorgie

Tortuga - Two TreasuresStocksteif humpelt Hawk durch minderdetaillierte Hafenstädte und muss sich gegen Horden von Gegnern behaupten, denen Intelligenz ein Fremdwort ist. Da die Computerbrainies ausschließlich in Gruppen auftauchen und sich auf Hawk stürzen wie Kaufsüchtige beim Sommerschlussverkauf, verkommt „Tortuga“ zu einer anspruchslosen Hämmer-Orgie auf die linke Maustaste – Sehnenscheidenentzündung lässt grüßen! Sowohl an Land als auch zu Wasser regiert die Linearität und Einfachheit.

Vollversionen als Beigabe
Tortuga - Two Treasures„Tortuga – Two Treasures“ liegen die Vollversionen der PC-Games „Patrizier II“ (2000), „Port Royale“ (2002) und „Piraten: Herrscher der Karibik“ (2003) bei. Ob die Beigaben den Kauf von „Tortuga – Two Treasures“ legitimieren, sei dahingestellt. Die positiven Aspekte wie die stimmig gestalteten Zwischensequenzen und die professionellen Sprecherstimmen täuschen jedenfalls nicht darüber hinweg, dass "Tortuga - Two Treasures" das ist, als was es sich präsentiert: langweilige Kurzweil.

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Bunnyfaktor
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