Eigentlich sollte es eine schön entspannte Party werden: Assil klaut die Pyramidenschlüssel seines Vaters und lässt es in dem alten Gemäuer gemeinsam mit seinen Freunden kräftig krachen. Doch irgend’was läuft ja immer schief. Zum krönenden Abschluss der Feier wirft Assil einige wertvolle Steinkrüge um und wird dafür von einer frisch erweckten Mumie mit dem Todesfluch belegt. Just in dem Moment, als die grimmige Mumie ihren Todesfluch ausspricht, rutscht ihr das sagenumwobene Artefakt „Ankh“ aus der Hand und gelangt in Assils Besitz. Die Mumie zerfällt ohne die lebensbewahrende Macht des „Ankh“ urplötzlich zu Staub und lässt Assil mit seinem Schicksal allein. Neben dem Todesfluch, der ihn in wenigen Stunden das Leben kosten wird, hat Assil darüber hinaus auch noch den Gott der Unterwelt Osiris gegen sich aufgebracht, der das „Ankh“ – koste es, was es wolle – in seinen Besitz bringen will.
Fortan geht’s mit Assil und seiner (künftigen) Freundin Thara durch unzählige Abenteuer, die so manche adventuretypische Kopfnuss bereithalten und besonders durch ihren ganz eigenen Humor verzücken. Wo sich muskelgestähltes Wachpersonal vor einer Krokodilattrappe zu Tode fürchtet, Kamele in der eigenen Waschanlage mit Unterbodenwäsche blitzblank geschrubbt werden oder revolutionäre Israeliten mit Mary J. gefüllten Lungen über Freiheit – und das Schneidereihandwerk – schwadronieren, frohlockt der Spielspaß.
Die Portierung der ersten Abenteuer Assils auf Nintendo DS ist mit „Ankh – Der Fluch des Skarabäenkönigs“ bestens gelungen. Alle Rätsel, die die PC-Version so einzigartig machen, finden sich auch auf dem DS wieder. Besonders umfangreich umgesetzt ist die Vertonung des Spiels: Alle Dialoge sind mit den Originalsprechern (neben Oliver Rohrbeck (die drei ???) u.a. die Stimme von John Cleese (Monty Python), Thomas Dannenberg) vertont – und auch der prägnante Soundtrack tönt wohlig aus den Lautsprechern des Nintendo DS.
„Ankh - Der Fluch des Skarabäenkönigs“ ist eine rundum gelungene Umsetzung der PC-Version des Adventures auf Nintendo DS, die besonders durch ihre Nähe zum Originalspiel besticht. Abzüge in der B-Note gibt’s einzig aufgrund der oftmals zu umständlichen Steuerung des gewitzten Helden und der teilweise frickeligen Sucherei nach Gegenständen im undurchsichtigen Pixelbrei der Spielschauplätze. Aber das sind nur Marginalien, lässt die ansonsten gelungene Steuerung und Interaktion über Nintendos Schreibgriffel das leicht betagte „Ankh“ in frischem portablem Glanz erstrahlen.
| Punktwertung: | 9 / 10 | |