Spore

Spore
spore_cover.jpgDie sechsbeinigen, dreiköpfigen und mit stierenden Stielaugen versehenen Kreaturen stehen geifernd vor dem kleinen, hölzernen, mit Blättern ausgepolsterten Nest und wohnen einem besonderen Ereignis bei. Langsam werden die ersten Risse in dem ovalen Objekt sichtbar, da springt das Ei auch schon und eine jener Kreaturen im Miniformat klettert heraus. Doch irgendwie … ja irgendwie sieht sie anders aus. Es scheint, als hätte sich ein Fußpaar nach oben verschoben: Arme! Eine Laune der Natur?

<img src="http://www.bitbunnys.de/galerie/d/25754-2/spore_cover.jpg?g2_GALLERYSID=3595a49619162c5f094607b54d9a29e0" width="124" height="175" alt="spore_cover.jpg" title="spore_cover.jpg" class="g2image_float_right" />Die sechsbeinigen, dreiköpfigen und mit stierenden Stielaugen versehenen Kreaturen stehen geifernd vor dem kleinen, hölzernen, mit Blättern ausgepolsterten Nest und wohnen einem besonderen Ereignis bei. Langsam werden die ersten Risse in dem ovalen Objekt sichtbar, da springt das Ei auch schon und eine jener Kreaturen im Miniformat klettert heraus. Doch irgendwie … ja irgendwie sieht sie anders aus. Es scheint, als hätte sich ein Fußpaar nach oben verschoben: Arme! Eine Laune der Natur?

SPORpcSCRNlove01.jpgEinmal Gott spielen ist das Motto von Will Wrights (Die Sims, Die Sims 2) neuem Computerspiel. Wer wollte nicht schon einmal die Herrschaft über die Welt an sich reißen? Spore macht’s möglich. Der Angriff der Plüschhäschen beginnt! Aber selbstverständlich beschränkt sich Spore nicht auf niedliche Stofftiere, nein, denn es steht dem Spieler frei, seine eigene, ganz persönliche Kreatur zu gestalten.
sporeapp_2008-06-30_14-30-57-52.jpgSechs Arme? Acht Beine? Zwei Köpfe? Alles kein Problem. Dann noch die richtige Farbgebung und fertig ist die Kreatur. Mit wenigen Mausklicks lassen sich süße kleine, friedliebende Kreaturen erschaffen, oder aber ein Monster von einem Vieh, das aussieht als sei es dem letzten Horrorfilm entsprungen.

Meine mickrige Amöbe
cell_4.jpgAlles Leben begann in der Ursuppe, nachdem ein Meteorit von weit draußen aus dem Weltraum auf den friedlichen Planeten eingeschlagen ist. So weit zur Theorie des Lebens von Spore. Denn wie es nun mal so ist beginnt auch hier das Leben im Wasser. Am Beginn des Aufstrebens eines Lebewesens, das später die Welt beherrschen soll, steht eine mickrige kleine Amöbe, die in Pakman-Manier durch den Urbrei gesteuert und durch fressen groß und stark werden will.
cell_5.jpgWer später einmal ein friedliches Tierchen steuern möchte, frisst sich an Algen und allerhand anderer Biomasse satt, wer es aber darauf anlegt gewalttätig durch die Welt zu streifen, mampft einfach die Überreste von eigenhändig getöteten Amöben. Zur Weiterentwicklung sammelt das Tierchen DANN Punkte, die es in die Entwicklung von Körpermerkmalen – die erst erbeutet sein wollen – steckt. Am Ende des Lebenszyklus im Wasser, beginnt dann die einst winzige Amöbe ihren Siegeszug am Land.

Mein florierendes Volk
creature_6.jpgAn Land will das Tierchen nun seinen Herrschaftstrieb befriedigen. Da es nun zu Füßen und einem, für die Umgebung an Land geeigneten Maul gekommen ist, ist es die Aufgabe des Spielers durch Beeindruckung, sei es durch Tanzen oder Singen, Freundschaft mit den umliegenden, fremden Kreaturen zu schließen oder sie einfach per Beißattacken ins Jenseits zu schicken und so den Lebensraum für die eigene Familie zu vergrößern.
creature_4.jpgSind erst einmal genug andere Kreaturen überzeugt oder vernichtet worden, kann der Spieler seiner Kreatur endlich helfen einen eigenen Stamm zu gründen. Eigentlich ist die Stammesphase – die dritte der fünf Phasen in Spore – genau das Gleiche wie die vorhergehende, nur dass eben diesmal nicht getanzt sondern mit Instrumenten musiziert, und nicht gebissen sondern mit dem Speer massakriert wird. Um die Kreaturen niedlicher oder bösartiger zu gestalten ist es ab dieser Phase möglich sie mit Anzügen oder Rüstungen sowie Helmen oder Hüten und so weiter, aufzuwerten. Sind auch hier wieder entsprechend viele Stämme den jeweiligen Methoden zum Opfer gefallen geht’s in die nächste Phase:

Meine weite Welt

civ_4.jpgDie Zivilisationsphase. Endlich. Der technische Fortschritt ist schnell vorangegangen im Hause Monster. Nun will eine Stadt erbaut werden, die das Leben der Bewohner angenehm gestaltet. Hierfür kann der Spieler die Gebäude selbst designen und für das Architektur-Studium zu üben beginnen. Türen, Fenster, Dächer und Mauern wollen aufgezogen werden. Nachdem die Gebäude mit einem schnellen Mausklick platziert wurden, geht es ans bauen von Fahrzeugen, and Land, zur See und auch in der Luft.
sporeapp_debugrelease_2008-08-19_11-31-54-95_png_jpgcopy.jpgJe nach Gesinnung – brutaler Nesträuber oder eleganter Tänzer – werden entweder religiöse Symbole, die zur Konvertierung dienen sollen, oder riesige Wummen auf die Karren – die einzig der Zerstörung dienen – montiert. So geht’s wieder mit demselben Prinzip weiter, nur diesmal eben im großen Maßstab: Die Weltherrschaft will errungen werden. Ist dieser Meilenstein mit Hilfe des angebeteten Gottes oder der Feuerkraft von dutzenden von Kanonen erreicht. Wird auf dem ganzen Planeten nur noch ein Musikstück gespielt: Die eigens komponierte Nationalhymne.

In einer weit, weit entfernten Galaxis
sporeapp_debugrelease_2008-08-19_13-53-45-84_png_jpgcopy.jpgJetzt, mit der Herrschaft des ehemals kleinen Tierchens über die gesamte Welt, bricht eine neue Ära an, und damit auch eine neue Phase: Die Weltraumphase. Fleißig hämmern die Kreaturen ein Raumschiff zusammen, das, wie sollte es anders sein, auch vom Spieler gestaltet wird. Nun soll die Expansion in dem größtmöglichen Maßstab fortgeführt werden.
sporeapp_debugrelease_2008-08-22_11-20-32-35_png_jpgcopy.jpgWelten wollen besiedelt werden - Lustiges Detail am Rande: Durch religiöse Konvertierung oder das einfache Verbrennen der Widersacher mit dem Laserstrahl. Abgesehen von dem Raumschiff gibt es nun aber noch etwas Neues: Erstens: Die Galaxienkarte und zweitens: Ein rollenspielorientiertes Verbesserungssystem. Nach und nach will das UFO mit immer besseren Teilen „getuned“ werden. Und wer sich wirklich auf die Suche nach dem, von Maxis angekündigten, „großen Geheimnis“ machen will, der kann sich in der unendlichen Weite des Weltalls, dessen Planeten übrigens mit den Kreaturen anderer Spieler bevölkert werden, verlieren.

Alles Science-Fiction?
sporeapp_2008-05-16_14-38-05-69.jpgNee! Grafisch wendet Entwickler Maxis die gleiche Strategie wie bei der Familiensimulation „Die Sims“ und „Die Sims 2“ an: Altes Grafikgerüst mit netten Details und kleinen Spielereien, das an sich aber nicht viel zu Bieten hat, damit es auch auf den ältesten Rechnern noch funktioniert. Eine Schönheit ist Spore also wie die meisten seiner Kreaturen nicht. Der Sound ist liebevoll gemacht. Ab der Zivilisationsphase wird im Hintergrund die – wie bereits erwähnt – selbst komponierte Nationalhymne abgespielt.
sporeapp_2008-05-21_18-09-08-59.jpgDie Geräusche der Fahrzeuge sind von guter Qualität wenn auch nicht überragend im Genre. Das Spiel benutzt aber Secu-ROM, ein Kopierschutz, den zurzeit alle Spiele von Electronic Arts benutzen. Das heißt, dass eine Internetverbindung benötigt wird um den Code zu registrieren. Anschließend kann das Spiel auf drei Rechnern installiert werden. Bei Deinstallation wird wieder eine Installation freigegeben. Spieler ohne Internet gucken hier in die Röhre.

Fazit
sporeapp_debugrelease_2008-08-22_13-50-50-42_png_jpgcopy.jpgSpore ist ein lustiger Baukasten, in dem die schrägsten Kreaturen, Häuser und Fahrzeuge geschaffen werden können. Wer aber meine Rezension aufmerksam gelesen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass sich das Spielprinzip von „Erobere alles!“ immer wiederholt. Zudem wird Spore erst ab der Zivilisationsphase spannend. Trotzdem ist es ein gelungenes Spiel, das sich von der breiten Masse der Spiele abgrenzt wie es schon „Die Sims“ tat.

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Spore ist ein lustiger Kreaturen-, Häuser- und Fahrzeuge-Baukasten, mit sich wiederholendem Spielprinzip („Erobere alles!“), das erst ab der Zivilisationsphase spannend wird. Trotzdem: Spore ist ein gelungenes Spiel, das sich von der breiten Masse abgrenzt, wie es schon „Die Sims“ tat.

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Auf einen Blick: Die Wertung
Grafik
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Spore ist ein lustiger Kreaturen-, Häuser- und Fahrzeuge-Baukasten, mit sich wiederholendem Spielprinzip („Erobere alles!“), das erst ab der Zivilisationsphase spannend wird. Trotzdem: Spore ist ein gelungenes Spiel, das sich von der breiten Masse abgrenzt, wie es schon „Die Sims“ tat.

Sound
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Steuerung
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Atmosphäre
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Motivation
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Bunnyfaktor
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Kommentare

Hmmm... Ganz ehrlich... Ich stehe dem Spiel kritisch gegenüber...

Ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll... Das Spielprinzip scheint sich zu wiederholen, was mir persönlich ordentlich gegen den Strich geht...

Ausserdem konnte mich schon "Die Sims" nicht fesseln, im Gegenteil, mir wurde langweilig, und ich glaube, dass mir dasselbe Schicksal bei "Spore" wiederfahren wird.

Deshalb bleibt's für mich im Geschäft, wo ich dann unter Umständen das Nachweihnachtsgeschäft ankurbeln werde. ;)