Zu Beginn des Computergames „Der Pate“ schlüpfen wir in die Rolle eines jungen Mannes, dessen Vater von einer konkurrierenden Mafiafamilie ermordet wird. Da der Vater des Jungen für die Familie Corleone tätig war und sein Leben im Dienst für den Don gelassen hat, erbittet die verzweifelte Mutter des Jungen eine Audienz bei Don Vito. Auf der opulenten Hochzeitsfeier von Don Vitos Tochter erhält die Witwe Gelegenheit, den Paten darum zu bitten, den Jungen in seine Obhut zu nehmen.
Willkommen in der Familie
Die Dinge nehmen ihren Lauf. Der Anführer der Corleone Familie ist einverstanden und gewillt, ihn in die Familie einzuführen. Luca Brasi übernimmt die Rolle des Tutors und kaum, dass wir uns versehen, sind wir als Jungspund unterwegs im New York der späten 1940er Jahre, erpressen Schutzgeld von Restaurantbesitzern, füllen Mordaufträge aus oder gründen illegale Casinos mit Hinterhofflair. Jeder Mord, jedes eroberte Gebäude und jede erfüllte Hauptmission dient einzig dem Zweck, uns langsam aber sicher die Hierarchie der Corleone-Familie hinaufzuarbeiten, bis wir schließlich – und nach viel Arbeit – selbst die Fäden in der Hand halten und die Rolle des Paten einnehmen.
Vom Film zum Spiel
Electronic Arts' „Der Pate“ orientiert sich stark an der Filmvorlage und möchte mit dem spielbaren Charakter des Jungen Mafiosi eine Hintergrundgeschichte um die Ereignisse im Film spinnen. So erleben wir mit, wie Sonny im Kugelhagel stirbt und nehmen blutige Rache an seinen Mördern. Leider aber will die Handlung um den Jungmafiosi, der sich neben dem Filmplot die Karriereleiter der Familie Corleone hochkämpft, nicht so recht in die Gänge kommen. Zu sehr stehen ständig zu wiederholende Standardaufgaben an und so mancher Hauptmission fehlt einfach das gewisse Etwas, um tief in die Welt der „Pate“ Saga hineingezogen zu werden.
Nach wenigen Spielstunden geht dem Paten die Luft aus. Zwar ist „der Pate“ kein durchweg schlechtes Spiel, der Filmvorlage wird es allerdings nicht gerecht.
Gute aber einfallslose und monotone Umsetzung von Coppolas Werk "Der Pate".