Die kümmerliche Handlung nimmt ihren Anfang auf einem Raumschiff. Turok, der indianische Krieger, findet sich einer Gruppe launischer Söldner angeschlossen, die den Kriegsverbrecher Kane zur Strecke bringen sollen. Als das Raumschiff plötzlich angegriffen, durch den Beschuss in seine Einzelteile zerlegt und zur Notlandung auf einem mysteriösen Planeten gezwungen wird, muss sich Turok gegen eine Vielzahl an Gegnern behaupten, die nicht nur menschlicher Natur sind.
Denn was den Planeten so besonders macht, sind seine prähistorischen Bewohner. Dinosaurier unterschiedlichster Art und Fressgewohnheiten stampfen über die lockere Erde – und stellen eine große Gefahr dar für die Söldnertruppe. Fortan stellt sich Turok seinen Gegnern, im Hinterkopf das Ziel, den Anführer des „Wolfsrudels“ zu eliminieren, einer Vereinigung von Kriegern, die es mit dem Gesetz nicht ganz so ernst nimmt.
Dass der Fokus von „Turok“ nicht darin liegt, ausgefeilt eine Geschichte zu erzählen, wird schnell klar. Mehr als gewöhnliche Shooter-0815-Standardkost „auf sich gestellter Söldner macht alles platt“ gibt’s in „Turok“ nicht zu entdecken. Das wäre noch verkraftbar, würde das Spiel mit knackigen Ideen und einer ordentlichen Portion Schmackes und Rumms an den Start gehen. Leider bietet „Turok“ auch hier nur ein laues Shooterlüftchen.
Zwar lassen sich Waffen auf verschiedenste Arten und Weisen kombinieren, zwar sorgen die riesigen Dinosaurier ab und an für wohlige Spannung, so richtig Freude mag bei „Turok“ allerdings nicht aufkommen. Zu eintönig die Ballerei, zu unfair die festen Speicherstellen, zu dumm die künstliche Intelligenz der Computergegner, zu oberflächlich der eigene Charakter gezeichnet. Schade, wäre doch 2008 ein wohliger Zeitpunkt gewesen, dem eigenwilligen Charakter „Turok“ eine Frischzellenkur zu verpassen, um mit mehr zu glänzen als banalem einfachst-Gameplay.
Handlungsarme Shooterkost.