Need for Speed: Shift

Need for Speed: Shift

Der Wagen rast auf die Kurve zu. Kurz vorher tritt der Fahrer auf die Bremse und lenkt ein, das Heck verhält sich den Gesetzen der Trägheit entsprechend und bricht aus. Der Drift endet darin, dass die Rückpartie des Wagens in die Reifenstapel am Rand der Strecke kracht. Sofort schaltet der Fahrer zurück in den ersten Gang und tritt dann wieder ins Gas. Wieder auf der Strecke tauchen im Rückspiegel schon die Verfolger auf.

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Grünes Licht, Vollgas!
Nachdem seit Need for Speed: Underground Tuning und freies Fahren im Vordergrund der NfS Serie standen, geht die Reihe nach Need for Speed: Undercover zurück auf die mehr oder weniger braven Rennstrecken. Normale Straßenwagen und teure Edelkarossen messen sich von nun an auf abgesperrten Strecken, immer wieder auf bekannten Schauplätzen. Um in einem Rennen bestehen zu können müssen die mehr oder weniger normalen Wägen aber trotzdem aufgemotzt werden.

Ein Meister werden
Die Rennen in „Shift“ sind nicht in eine Geschichte eingebunden. Ein neuer Fahrer, der Spieler, versucht sich in den verschiedenen Ligen emporzuarbeiten, bis er schlussendlich auf dem Podest der härtesten Liga steht: Der NFS World Tour. Darauf gilt es hinzuarbeiten und hinzufahren. Begonnen wird wie immer im Leben ganz unten. Mit Autos für Normalsterbliche wie einem BMW 135i werden die ersten Rennen geschlagen und Sterne gesammelt. Diese Sterne verdienen sich durch Podiumsplatzierungen und das Erfüllen von besonderen Anforderungen im Rennen.

Der Sterne entgegen
Für den ersten Platz gibt es 3 Sterne, für jeden Platz am Podium darunter einen weniger. Zusätzlich dazu gibt es dann noch Sterne für das Erreichen einer bestimmten Anzahl an Punkten im Rennen und in den späteren Ligen auch noch Sterne für bestimmte Anforderungen wie 5 Gegner umzudrehen oder eine perfekte Runde zu fahren. Diese Sterne, die die Welt bedeuten sind der Weg zur NFS World Tour. Ab einer gewissen Anzahl dieser gesammelten Sterne wird die nächste Liga freigeschaltet und so die nächsten Rennen, die bestritten werden müssen.

Verkehrsrowdy
Die Punkte, die während der Rennen auf das Konto des Spielers wandern verdienen sich durch einen besonderen Fahrstil, der bekanntlich bei jedem Fahrer anders ist, auch virtuell. So wird der Spieler schon früh in eine von zwei Kategorien eingeteilt: Aggressiv und Präzise. Wer also häufig Gegner anrempelt und sie von der Straße drängt um zu gewinnen wird aggressive Punkte erhalten, wer durch das Folgen der Ideallinie sein Rennen macht, erhält Punkte aufs Präzisionskonto. Durch das Sammeln steigt der Fahrer auch im Level auf und schaltet so nach und nach neue Dinge fürs Auto frei, etwa neue Vynils oder Felgen. Sonst hat das aber keinen Sinn. Zudem läuft alles darauf hinaus ein präziser Fahrer zu sein, denn beim Zeitfahren oder bei Duellen oder beim Drift gibt es kaum Spielraum für aggressives Verhalten.

Alles Können ausschöpfen
Der Fahrer muss sich in den Ligen auch in verschiedenen Arten des Rennens messen. Mal ein einfaches Rundenrennen bei dem der erste logischerweise gewinnt, oder ein K.O. Rennen, das eigentlich das Selbe ist. Einfach als Erster über die Ziellinie fahren. Dann gilt es beim Zeitrennen noch eine bestimmte Rundenzeit zu fahren um den Pokal in Händen halten zu dürfen und beim Drift eine möglichst hohe Punktzahl die sich aus der Qualität des Drifts ergibt zu erreichen um die Gegner zu blamieren. Im Duellmodus dann treten zwei Wägen gegeneinander an und es gilt entweder 5 Sekunden Abstand zwischen sich und den Gegner zu bringen oder als erster über die Ziellinie zu kommen. Als Belohung winken Punkte und viel Geld, denn die Sponsorgelder sind alles andere als gering, aber Autos und Tuning sind teuer.

Probefahren
Mit den Ligen werden auch die Autos, ihrer Leistung nach eingeteilt, freigeschalten. Ein Audi RS4 mit 150 PS fährt also nicht in der gleichen Liga wie ein Lamborghini Murciélago mit 316 Pferdestärken. Aber es ist durchaus möglich mit einem stark aufrüstbaren Wagen in einer Liga, eine Stufe höher mitzufahren, sofern er entsprechen aufgerüstet ist. Richtig teure und wahnsinnig schnelle Autos findet man dann aber erst in der vierten Liga, der letzten vor der NFS World Tour. Für bestimmte Events, etwa einer Europa-Serie oder einer Japan-Serie müssen aber Autos die in diesen Gebieten hergestellt werden gekauft werden um teilnehmen zu können. Diese besetzen dann die Garagenplätze die zur Verfügung stehen. Aber der Platz reicht aus, trotzdem stört es, sich für diese Events eigens einen Wagen anschaffen zu müssen wenn einem eben die Sterne auf die nächste Liga fehlen, denn der Spieler kann das Geld sicher brauchen.

Hobbymechaniker
Für alle Wägen empfiehlt es sich Hand anzulegen und ihrer serienmäßigen Leistung noch nachzuhelfen und die letzten Pferdestärken aus ihr herauszukitzeln. Hier gibt es für autoversierte Menschen einen normalen Tuningmodus in dem viele technische Eigenschaften des Autos durch Schieberegler bestimmt werden können wie etwa der Druck in Vorder- oder Hinterreifen, wie genau sich das Getriebe oder die Lenkung verhalten soll. Faulere oder uninteressiertere Spieler schalten einfach auf die einfachen Tuningeinstellungen um. So lässt sich das Verhalten des Autos mit vier verschiedenen Reglern einstellen. Optisch lässt sich an den Autos beinahe nichts verändern. Nur verschiedene Karosseriekits gibt es, die sich dann auf das Fahrverhalten auswirken. Sonst ist der Kreativität nur im Bereich der Lackierung mit allen erdenklichen Farben und vielen Vynils Raum gelassen. Für manche Erlösung für andere Schrecken.

Brutales Gerangel
Auf den Straßen der weiten Welt tummeln sich auch viele Fahrer. Im Internet bietet Shift das Selbe wie im Einzelspieler, abgesehen von der Karriere. Spannende Rennen in speziellen Wägen, nur mit dem Hintergedanken, der sich dem Spieler aufdrängen mag gegen Menschen anzutreten und nicht gegen den Computer und so das eigene Können an dem Anderer zu messen, das macht die Rennen noch eine Spur spannender und zeigt ob man am Wagen richtig herumgebastelt hat. Und dank dem wieder eingeführten Cockpit-Modus ist das Geschwindigkeitsgefühl berauschend

Heißer Asphalt
Die Automodelle sowie die Umgebungen wie weltbekannten Rennstrecken oder gar einem Rennen über die Westminsterbridge in London, in denen gefahren wird grenzen an Fotorealismus. Die Autos könnten wirklich einem Foto entsprungen sein so detailliert sind sie. Klar aufgelöst mit spiegelnden Spiegeln (ja, wirklich!) und einer reflektierenden Windschutzscheibe. Auch der Fahrbelag sieht wie echt aus. Rauer Asphaltbelag und körniger Sand, vom Gras ganz abgesehen. Dazu wiegen sich dann auch noch die Bäume am Streckenrand im Wind. Und das Schadensmodell der Autos passt haargenau auf die Kollisionen. Aber um die ganze Pracht von „Shift“ genießen zu können erfordert es einer relativ modern ausgestatteten Rechenmaschine.

Verkehrsunfall
A propos Schadensmodell. Es lässt sich einstellen ob das Schadensmodell angezeigt werden soll oder nicht. Ist es angezeigt lässt sich auch noch einstellen ob es Auswirkungen haben soll oder nicht. Bei aktivierter Auswirkung kann es aber schon sein dass nach einem harten Crash der Totalschaden das Rennen für den Fahrer beendet. Auch sonst lassen sich Fahrhilfen gezielt ein und Ausschalten, wobei das Spiel am meisten Spaß ohne Fahrhilfen macht, da es sich sonst wie ein normaler Arcaderacer steuert und davon ist Need for Speed bewusst weggegangen. Auch die Stärke der Kontrahenten lässt sich gezielt einstellen und so fahren sie eben schlecht oder gut, aber eines trifft immer zu: Die Gegner sind äußerst aggressiv. Aber eines fehlt an „Shift“. Die Spannung von der Polizei verfolgt zu werden, denn mit der legalisierung der Rennen in der Serie fiel auch diese Komponente weg und damit ein guter Teil Spannung.

Fazit
Need for Speed: Shift braucht gar keine Story, es ist schon so spannend. Nur je höher der Schwierigkeitsgrad, desto größer ist auch die Herausforderung und der Spaß. Immer mehr Sterne zu sammeln motiviert auch, und das genaue Einstellen der Technikdaten des Autos ist für manche ein Segen. Aber die Polizei geht doch ab. Von den Gesetzeshütern verfolgt zu werden hatte schon seinen Reiz. Grafisch braucht sich „Shift“ auf jeden Fall nicht verstecken denn da ist es 1A. Zwar ist die Driftsteuerung etwas sehr heikel geraten aber mit präzisem Fahren wird es sogar spaßig. Trotzdem ist gegenüber einer Tastatur immer ein Gamepad oder gleich ein Lenkrad zu empfehlen, da die Tastatur die Geschwindigkeit nicht regulieren kann, da existiert nur Vollgas oder Vollbremsung.

Wertung
10
9
7
9
8
8
9

Need for Speed: Shift geht einen Serienuntypischen Weg, seit Beginn der Serie ist die Polizei vorhanden, und die geht ab. Auch optisches Tuning fällt weg. Trotzdem sind die Rennen unglaublich Spannend und es macht Laune die guten Strecken entlangzurasen.

Wertung wird angezeigt
9

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Auf einen Blick: Die Wertung
Grafik
10
86

Need for Speed: Shift geht einen Serienuntypischen Weg, seit Beginn der Serie ist die Polizei vorhanden, und die geht ab. Auch optisches Tuning fällt weg. Trotzdem sind die Rennen unglaublich Spannend und es macht Laune die guten Strecken entlangzurasen.

Sound
9
Steuerung
7
Multiplayer
9
Atmosphäre
8
Motivation
8
Bunnyfaktor
9

Kommentare

es ist so geil !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! IHR MUSST DAS MAL PROBIREN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ZUM SPIELEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!