Runes of Magic

Runes of Magic
Abenteurer gibt es viele, sei es in Kalimdor, Elona, und wie sie nicht alle heißen. Abenteurer gibt es natürlich auch in Taborea, der Welt von Runes of Magic. Einer dieser Abenteurer ist man selbstredend selber. So stürzt man sich in ein gefährliches Abenteuer, voller Geheimnisse, spannender Kämpfe und einer epischen Geschichte. So soll es zumindest sein - Ist es auch so?

Abenteurer gibt es viele, sei es in Kalimdor, Elona, und wie sie nicht alle heißen. Abenteurer gibt es natürlich auch in Taborea, der Welt von Runes of Magic. Einer dieser Abenteurer ist man selbstredend selber. So stürzt man sich in ein gefährliches Abenteuer, voller Geheimnisse, spannender Kämpfe und einer epischen Geschichte. So soll es zumindest sein - Ist es auch so?

Aus dem Osten nichts Neues
[G2:28672 class=g2image_float_right]Genretypisch erstellt man sich zu Beginn von „Runes of Magic“ einen Charakter, und wählt aus einer der folgenden sechs Klassen sein virtuelles Pendant: Priester, Magier, Ritter, Krieger, Schurke oder Kundschafter. Der Ritter, auch als „Tank“ bezeichnet, verfügt über den größten Rüstungsschütz und die meisten Gesundheitspunkte (HP). Der Priester ist natürlich derjenige, der mit seinen Heilfähigkeiten den Ritter tüchtig am Leben hält. Der Magier schießt Feuerbälle auf den Gegner ab, beschwört Meteorschauer, ruft sich den Phönix zu Hilfe. Der Schurke übernimmt die Aufgabe des „Feigen“: Er ist derjenige, der den Gegner vergiftet, sich hinter ihn schleicht, und dann so richtig gemeine Spezialattacken auspackt, sich im Nahkampf schnell unsichtbar macht, und dann verschwindet. Zu guter Letzt fühlt sich der Kundschafter mit Fernkampfwaffen am Wohlsten.

[G2:31736 class=g2image_float_right]Seit Veröffentlichung der finalen Version von „Runes of Magic“ sind die sechs Klassen gut ausbalanciert. Sehr gut zeigt sich das an dem Beispiel Magier: Er teilt zwar den meisten Schaden aus, kann jedoch nur Stoffrüstungen tragen, die im Nahkampf kaum helfen - wenige Schläge von einem Krieger einkassiert, segnet der Magier bereits das Zeitliche. Genau andersrum beim Ritter, der dicke Plattenrüstungen tragen kann, viel Schaden verträgt, aber recht wenig austeilt. Um „Runes of Magic“ auch auf lange Sicht für Spielerinnen und Spieler attraktiv zu halten, kündigte der Entwickler Runewaker vor kurzem an, zwei neue Klassen, den Druiden und Runentänzer, zu implementieren. Inwiefern sich diese auf die Balance auswirken, welche Aufgaben sie übernehmen, ist noch nicht bekannt. Fest steht nur, dass diese per Patch nachgeliefert werden sollen.

Die Geschäftigkeit der Entwickler
[G2:31764 class=g2image_float_right]Per Patch nachgeliefert wurden und werden auch weiterhin weitere Inhalte, wie die bereits erwähnten Klassen, oder neue Instanzen. Zum Release-Termin beispielsweise wurde die Erweiterung „Rise of the Demon Lord“ per Patch hinzugefügt. Dem Taiwanesischen Entwickler ist es einerseits zu Gute zu halten, dass sie sich so um weitere Inhalte und Patches kümmern – Eigentlich jede Woche gibt es einen Patch und Hotfix. Andererseits ist es seltsam, wieso man immer noch nicht (seit Dezember) Questgegenstände implementiert hat. Konkretes Beispiel: Eine Quest benötigt zum Abschluss zehn Portionen „Reiner Bittergrassaft-Extrakt“. Dieser ließe sich natürlich mit entsprechend hohem Kräuterkunde-Wissen herstellen. Der Konjunktiv hat hier seine Existenzberechtigung; man kann ihn nämlich nicht herstellen. Wieso das nach einiger Zeit nicht geregelt wurde, ist nicht klar. Man kann weiterhin nur auf eine Lösung hoffen.

Das Farming
[G2:31800 class=g2image_float_right]Stichwort Bittergras: Das Farming/Craften in „Runes of Magic“ ist nicht unbedingt von epischer Größe. Drei Sammelberufe gibt es: Kräuterkunde, Bergbau, Holzfällen. Die gesammelten Rohstoffe können, entsprechende Erfahrung und Rezept vorausgesetzt, weiterverarbeitet werden. Die so gewonnenen Säfte, Erze, Hölzer können in den Handwerksberufen weiterverarbeitet werden, an Handwerksberufen gibt es sechst (Rüstungsschmied, Schmied, Alchemist, Koch, Schreiner und Schneider). Auch bei den Berufen also das aus anderen MMORPG’s Bekannte. Interessant ist jedoch, dass die Rezepte durchaus auch gefunden werden können, somit nicht ausschließlich gegen Gold bei Lehrern gekauft werden müssen. Tatsächlich ist es so, dass die wirklich guten Rezepte für die Ausrüstung nur gefunden werden kann.

[G2:31808 class=g2image_float_right]In Runes of Magic gibt es bei den Handwerksfähigkeiten und Berufen verschiedene Stufen die man, wie Level beim Questen, erhöhen kann. Das heißt konkret: Wer viele Kräuter sammelt, wird auch in Kräuterkunde besser, und kann „besseres“ Kraut sammeln. Denn auch die Kräuter benötigen gewisse Stufen, damit man sie sammeln kann. Die Stufen selbst sind in Novize, Schüler, etc. unterteilt, die sich jeweils über 20 Level erstrecken. Um die nächste Stufe zu erreichen, muss man dann einen der Ausbilder aufsuchen, eine Quest annehmen, diese abschließen, und weitere 20 Level und erntbare Gegenstände warten. Jedoch können nicht alle Fertigkeiten zur Meisterschaft gebracht werden – verständlich. So ist es zum Beispiel nur in einer Fertigkeit möglich, Meister zu werden.

Die Ausrüstung
[G2:31840 class=g2image_float_right]Die Ausrüstung ist essenzieller Bestandteil des (Über-)Lebens in Runes of Magic. Mit normaler Ausrüstung wird man auf Level 50 kaum in High-Level Instanzen mitgenommen. Dies liegt daran, dass die Ausrüstung tatsächlich große Auswirkungen auf die Stats des Charakters hat. Die Standard-Ausrüstung, welche man von Quests bekommt, mag zwar ausreichend für das Solo-Spiel sein, wenn man dann aber in höhere Level-Ebenen steigt (30+), merkt man schnell den Unterschied zwischen einer „normalen“ Ausrüstung und einer „hochgeskillten“ Ausrüstung.

[G2:31864 class=g2image_float_right]Die wirklich guten Ausrüstungen findet man entweder im, relativ übersichtlichen, Auktionshaus, oder ein Spieler verkauft sie, und man hat das Glück, sie zu erwerben. Das Auktionshaus selbst ist eine gute Idee, ist sie doch ein großer Marktplatz für alle Belange. Sei es ein Trank, oder ein schöneres Schwert, man findet alles im Auktionshaus. Dank einer Such- und Sortierfunktion bekommt man auch nur das, was man auch wirklich sucht. Stundenlanges Gesuche nach einem Gegenstand, der dann doch nur teuer ist, gibt es nicht. Ein Manko am Auktionshaus ist aber, dass viele Spielerinnen und Spieler gute Ausrüstung nur gegen Diamanten verkaufen, welche nur gegen reelles Geld erhältlich sind. Das schreckt mitunter ab.

[G2:31848 class=g2image_float_right]Das Aufrüsten von eigener Ausrüstung ist äußerst einfach und geht nach kurzer Eingewöhnungsphase flott von der Hand. Für das Aufrüsten gibt es den „Arkanen Umwandler“. Dieser wandelt einen Fusionsstein und einen Ausrüstungsgegenstand zu einem Manastein um. Fusionssteine gibt es in der Hauptstadt, Varanas, und der Obsidian-Feste zu kaufen. Der Manastein übernimmt dann die Fähigkeiten der verwendeten Ausrüstung. Die Ausrüstung verschwindet dann aber. Drei Manasteine desselben Grades können dann wieder mit einem Ausrüstungsgegenstand verschmolzen werden, welcher dann 6 der Eigenschaften der Manasteine erhält. Auf diese Weise lassen sich mit etwas Übung ansehliche Gegenstände zaubern.
Die Unterschiede in der Ausrüstung fallen doch sehr groß aus. So hat auch ein Magier mit sehr guter Ausrüstung auf Level 50 über 8000 HP - was für einen Magier sehr viel ist.

Das duale Klassensystem
[G2:31884 class=g2image_float_right]Das duale Klassensystem ist sicherlich die größte Neuerung in Runes of Magic. Zu Beginn erstellt man einen Charakter, wie aus anderen MMORPG’s bekannt. Diesen trainiert man in Quests wie gehabt Level für Level hoch. Sobald man aber Level 10 erreicht hat, bekommt man die Möglichkeit, in der Klassenhalle von Varanas eine zweite Klasse auszuwählen. So kann man auch den krassen Gegensatz Magier-Ritter auswählen - Einschränkungen gibt es nämlich nicht.

[G2:31848 class=g2image_float_right]Jede Klassenkombination hat ihre Vor- und Nachteile. Die Sekundärklasse startet auf Level 1, und man bekommt einen Teleport-Zauber, welcher einen in ein anderes Startgebiet teleportiert. In diesem Startgebiet kann dann wie gehabt trainiert werden. Einzige Ausnahme: Man trainiert mit der anderen Klasse. Ein kleiner Nachteil an den zwei Klassen ist, dass man zwei Ausrüstungen haben muss, welche recht viel Platz brauchen. Platz, den man in dem Inventar selten hat. Hier kommt eine weitere Neuerung in das Spiel.

[G2:29384 class=g2image_float_right]Jeder Spieler bekommt relativ früh, noch vor der zweiten Klasse, ein eigenes Haus. Mit dem Haus bekommt man dann auch eine Kiste, in der man Gegenstände ablegen kann. Sobald man dann die zweite Klasse bekommen hat, kann man diese im Haus wechseln, welches netterweise mit einem adrett gekleideten Hausmädchen geliefert wird. Flugs das eigene Haus betreten, das Hausmädel angesprochen, Klasse und Ausrüstung gewechselt, und weiter geht das frohe Questen - Mit der anderen Klasse.

[G2:31780 class=g2image_float_right]Da der Level der Sekundärklasse den der Primärklasse nicht übersteigen kann, sind diese, gesetzt den Fall, dass die Sekundärklasse höher ist, gleich hoch. Das heißt konkret: Hat jemand gerade die zweite Klasse erhalten, sagen wir einen Schurken, und wechselt die Klasse. Sein Kundschafter ist aber Level 10. Die Sekundärklasse kann die Primärklasse nicht übersteigen, also ist der Kundschafter jetzt auch Level 1. Da die bisherigen Fortschritte natürlich nicht verloren gehen, ist der Kundschafter immer noch Level 10, der Schurke kann aber nur die Level 1-Fähigkeiten des Kundschafters zurückgreifen.

[G2:31864 class=g2image_float_right]Die Fähigkeiten jeder Klasse sind in zwei Spalten unterteilt; „Nur Für Primärklasse“ und „Allgemein“. Das heißt, dass man allgemeine Fähigkeiten auch mit der anderen Klasse verwenden kann. So kann beispielsweise die Priestersekundärklasse immer noch auf einen Heilzauber zurückgreifen, welcher aber bei weitem nicht so effektiv ist wie die Heilzauber der Primärklasse. Ebenso alle anderen Klassen.

Die Umgebung
[G2:31908 class=g2image_float_right]Die Umgebung in Runes of Magic kann durchaus als „hübsch“, aber keineswegs als optischer „Hammer“ bezeichnet werden. Die Grafik ist in einem Comic-Look gehalten, welcher zwar gewöhnungsbedürftig ist, aber dafür die Hardware schont, und so auch auf schwächeren Systemen gut läuft. Die Gegner-Typen sind schön stimmig, die Texturen ebenjener wiederholen sich leider manchmal. Damit ist nicht gemeint, dass jeder Gegner des gleichen Typs gleich aussieht, sondern, dass für manche verschiedene Gegner die Texturen recycelt wurden. Das stört aber kaum, sondern weckt eher ein Gefühl der Vertrautheit.

[G2:29396 class=g2image_float_right]Die Musik in Runes of Magic kann ohne Einwände als wundervoll bewertet werden. Der Soundtrack passt perfekt, ist schön anzuhören, aber erfreut unsere Ohren leider viel zu selten. Die Geräusche der Zauber, etc. wird auf Dauer leider eintönig, und auch die Gegner klingen gleich. Für ein kostenloses Spiel sind sie trotzdem sehr gut gemacht. Die Steuerung selbst ist eingängig und man hat den Dreh nach wenigen Minuten sofort herausbekommen. Mittels der Zahlentasten kann man schnell auf die wichtigsten Fähigkeiten in den Quickbars zugreifen. Auch gut: Die Anzahl der Quickbars (maximal 4: Unten, oben, links, rechts) kann man selbst einstellen, auch lassen sich jene verschieben, und die Anzahl der Slots in ihnen verändern. So erhält man schnell ein auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenes Interface.

[G2:31748 class=g2image_float_right]Auch das Questen geht schnell von der Hand, da man die meisten Quests ohnehin schon kennt: „Besorge 10 von jenem.“ – „Töte 20 von diesem.“ – „Laufe zu diesem.“ Das wird aber kaum langweilig, da die Belohnungen motivieren und auch das Monster-Schnetzeln Spaß macht. Wie überall gibt es aber auch nervige Quests, besonders, wenn man wenige Stücke von etwas sammeln muss, was manchmal in einen regelrechten Kraftakt ausartet, weil man dazu zig von den Mobs verhauen muss, bis man die gewünschte Anzahl endlich beisammen hat.

[G2:31760 class=g2image_float_right]Diese Quests sind aber selten, und reißen einen nicht wirklich aus dem Spielverlauf heraus, allein schon weil man dadurch Tagesquest-Gegenstände sammeln kann. Stichwort Tagesquest: In jeder Ortschaft gibt es ein „Schwarzes Brett“, an dem man die Tagesquests annehmen kann. Dafür erhält wie gehabt EP, Gold und Talentpunkte, welche in den Ausbau der Fähigkeiten investiert werden können.
Server

[G2:31872 class=g2image_float_right]Einige Spieler beklagen sich über Lags. Auch ist es mir bereits passiert, dass ich plötzlich wieder vor dem Einlog-Bildschirm saß. Das geschieht aber verhältnismäßig selten. So gut wie immer dann, wenn etwas im Hintergrund herunterlädt - Oder auch Samstagabends. Die Lags sind jedoch auch von dem Gebiet abhängig. Im Startgebiet läuft man eigentlich ganz fröhlich herum, ohne Lags. Sobald man nach Aslan und Ystra gelangt, ändert sich das. Nach einem harten Schul- oder Arbeitstag gemütlich Level 40 anstreben, kann zur Tortur werden.

[G2:31828 class=g2image_float_right]Ein Channelwechsel bringt oft genug Abhilfe, aber eben nicht immer. Sollte der auch nicht helfen, droht irgendwann der Einlog-Bildschirm. Jene Lags scheinen aber ganz stark System-abhängig zu sein, auf einem Laptop, ausgestattet mit 2*2 Ghz, einer Nvidia 8400M GT Grafikkarte, 3GB RAM, Windows Vista und einem mobilen Internet mit bis zu 3,2Mbit/s bestehen diese Lags kaum, während auf einem relativ neuen Standard-PC mit ungleich besserer Hardware und Internet-Verbindung Lags zu den Stoßzeiten Abends und am Wochenende Lags ohne Ende herrschen. Das stört beim Spiel natürlich enorm, und ist außerdem unerklärlich. Runewaker und Frogster sollten da noch einmal nachbessern.

Wertung
6
9
8
9
7
9
9

Monster verhauen macht auch in Runes of Magic Spaß. Die Entwickler von Runewaker haben zwar ordentlich bei der Konkurrenz von WoW und Konsorten geklaut, das Gesamtwerk ist aber stimmig, die Atmosphäre lebt vor allem von der schönen Musik und dem Tag-Nacht-Wechsel. Runes of Magic ist kostenlos, das merkt man auch. Aber das Gesamtangebot ist überwältigend, und so manches Vollpreisspiel könnte sich eine Scheibe davon abschneiden. Kleinere Bugs und Technikfehler gibt es zwar noch. Die gibt es aber überall.

Wertung wird angezeigt
8

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Auf einen Blick: Die Wertung
Grafik
6
81

Monster verhauen macht auch in Runes of Magic Spaß. Die Entwickler von Runewaker haben zwar ordentlich bei der Konkurrenz von WoW und Konsorten geklaut, das Gesamtwerk ist aber stimmig, die Atmosphäre lebt vor allem von der schönen Musik und dem Tag-Nacht-Wechsel. Runes of Magic ist kostenlos, das merkt man auch. Aber das Gesamtangebot ist überwältigend, und so manches Vollpreisspiel könnte sich eine Scheibe davon abschneiden. Kleinere Bugs und Technikfehler gibt es zwar noch. Die gibt es aber überall.

Sound
9
Steuerung
8
Multiplayer
9
Atmosphäre
7
Motivation
9
Bunnyfaktor
9

Kommentare

Sehr schön formulierter Artikel. Mittlerweile sind die 2 neuen Klassen Bewahrer und Druide hinzugekommen die nur von der neuen Rasse der Elfen gespielt werden können. Dazu sind viele neue Inhaltspatches erschienen. So ganz kann ich aber deine Bewertung zur Grafik nicht verstehen, die find ich schon klasse vorausgesetzt der Rechner macht mit^^