Schiffbruch
Einsam und alleine, verschollen und vergessen auf einer Insel. Der neueste Teil der „Sims 2“ Serie – „Gestrandet“ – bewegt sich fort von der heimeligen Idylle und setzt die Sims nach einem Schiffbruch auf einer einsamen Insel aus. Ausgestattet mit genügend Rohstoffen und inseltypischen Nahrungsmitteln wie Fisch und Kokosnüssen, heißt das primäre Ziel:
Überlebe!
Mit nassen Fetzen auf der Haut sowie mit einer Schlafmatte, einem Taschenmesser, einer Rolle durchnässtem Klopapier sowie dem eben gefundenen ‚Geldhais großer Überlebensführer’ macht sich der Sim auf, seine Umgebung zu auszukundschaften. Ein erstes, aus angeschwemmten Holzteilen gebautes, Not-Feuerlager dient nicht nur als Wärmequelle sondern auch als Kochstelle für den Schiffbrüchigen. Sekundäres Ziel:
Sammle!
Für Speis' und Trank scheint also gesorgt, daher macht sich der fleißige Sim sogleich auf, um Vorräte zu sammeln und den Komfort seines Gestrandeten-Daseins zu erhöhen. Geschickt klettert er auf eine Palme und schneidet mit dem Messer Kokosnüsse sowie Palmwedel von dem Gewächs. Doch fehlen noch stabiles Holz und festigende Lianen zum Bau der ersten kleinen Unterkunft, also macht sich der Schiffbrüchige auf, den nahe liegenden Dschungel zu erkunden. Eine kurze Ladezeit sowie eine nette Animation später findet sich der Sim in einem Gewirr von Palmen und Bäumen wieder und beginnt eifrig Kletterpflanzen von den Bäumen zu schneiden.
Entdecke!
Auf der Suche nach Treibholz stößt der Abenteurer auf einige Schimpansen, die die Insel zu bevölkern scheinen. Vorerst schenkt ihnen der Sim keine Aufmerksamkeit sondern widmet sich weiter dem Erkunden der Insel und dem Sammeln von Holz. Zur Überraschung entdeckt der Draufgänger einen neuen Strandabschnitt auf der Insel. Seltsame Statuen und herumliegende Hieroglyphen-Tafeln zieren den Strand, aber auch Treibholz liegt verstreut herum, doch das Augenmerk des Sim ist nun auf das offene Meer gerichtet. Am Horizont erblickt er eine weitere grüne Insel. Die Konstellation der Statuen weist darauf hin, dass die ehemaligen Inselbewohner einst von einem Pier hier den Meeresweg zwischen den Inseln befuhren.
Aufbruch
Geschwind sind die Gedanken um eine vorläufige Behausung auf der Insel vergessen und mit den gesammelten Ressourcen wird ein Floß gebastelt …
Um das Leben des Sims auf der Insel zu erleichtern kann er aus gesammelten Gegenständen wie Bambusrohren Speere oder andere Werkzeuge herstellen, die dann dazu eingesetzt werden weitere Ressourcen zu sammeln um das endgültige Fliehen von der Insel zu ermöglichen.
Neu(gier)igkeiten
Immer wieder findet der Sim Dinge auf der Insel, die es zu erforschen gilt. Bücher von zuvor auf der Insel Verschollenen bringen neue Aufgaben mit sich, denn auch die alten Inselbewohner geben Rätsel auf, die zu entschlüsseln sind. Trotz dem vielen Mikromanagement wie dem Bauen einer Behausung, der Versorgung mit Nahrung und dem Zufriedenstellen des Sims mag keine Langeweile entstehen. Zu viele Orte laden zum Entdecken ein, zu groß ist die Sorge um die anderen Crewmitglieder die es zu finden gilt.
Inselidylle
Leider kann die Grafik des Spiels nicht mit seinem Charme mithalten. Nicht nur, dass das Spiel auch für den PC entwickelt wurde, denn viele andere Spiele haben bereits gezeigt dass auch auf der Wii eine schöne grafische Umgebung gestaltet werden kann. Zwar sind die Texturen von Palmen sowie die Figuren selbst doch ansehnlich, aber die Umgebung mag hier nicht mithalten. Hässliche Gräser zieren den Wegesrand, das Wasser wird leblos an den Strand gespült. Die Musik im Hauptmenü und an anderen – seltenen – Stellen hingegen wirkt dann wieder passend und fügt sich gut in das ansonsten sehr atmosphärische Spiel ein.
Auch die Steuerung mit der nur sehr spärlich eingesetzten Wii-Remote und dem Nunchuck funktioniert hervorragend und ist schon nach fünf Minuten spielen komplett erlernt.
„Die Sims 2: Gestrandet“ führt Sims-Spieler auf neues Terrain. Es macht Spaß, das Überleben des Sims zu sichern, sich selbst Werkzeuge zu basteln und die Inseln zu erkunden. Ein durchaus gelungenes, wenn auch grafisch veraltetes, Spiel für virtuelle Abenteurer.“
| Punktwertung: | 8 / 10 | |
„Die Sims 2: Gestrandet“ führt Sims-Spieler auf neues Terrain. Es macht Spaß, das Überleben des Sims zu sichern, sich selbst Werkzeuge zu basteln und die Inseln zu erkunden. Ein durchaus gelungenes, wenn auch grafisch veraltetes, Spiel für virtuelle Abenteurer.“ | ||